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Adelshaus Del Dorelis (de Virunum)

Quarter: Ostarium (Lehen und Verwaltungsbereich Virunum)

Adelsstand: Hoher Adel (in den whenuer Adel 84 a.p. erhoben)

Einfluss: Militär (hoch), Verwaltung (mittel), Handel (niedrig)

Hausfarben: Schwarz/Blau

Hauswappen: Pentagramm mit darin enthaltenem Drachen

Leitspruch: “Scientia potentia est”

Familienmitglieder (der Hauptlinie zugerechnet):

  • Tereban del Dorelis, Baron von Virunum
  • Claudius del Dorelis, Freiherr von Virunum (Nachkomme in der 6. Generation)
  • Juno del Dorelis, Freiherrin von Virunum
  • Caecillia, Freiherrin von Virunum (Nachkommin in der 7. Generation)
  • Vitus, Freiherr von Virunum (Nachkomme in der 7. Generation)

Verbündete: Haus Fenris, Lex Arcana

Gegner: Kirche des Muel´Sa, Kirche des Meltus

Hauptexport: Wein, Artefakte, Alchemika

Hauptimport: Holz, Erz, Edelsteine, Stoffe

Erwähnenswerte Orte oder Institutionen: tbd

Beschreibung: Die Baronie Virunum

Kapitel 1 – Etymologie

Der Name der Baronie leitet sich von einem Zufluss des Nauca - der Viru - ab und folgt damit der üblichen Benennung von Siedlungen und Gegenden nach dort fließenden Gewässern. Erstmals urkundlich belegt wurde die spätere Baronie Virunum in einem Militärbericht aus dem Jahre 14 anno domini Nostri lesu Augustinus, dem whenuanischen Jahr ante Protectonis natum 413. In diesem Dokument berichtet ein Centurio der imperialen XLIV. Legion an seine Vorgesetzten über eine große Ansammlung an Siedlungen der Rwang am Fluss Viru.

In der Sprache der Ureinwohner wurde der Fluss und die Region Whiropuna genannt, was frei übersetzt dunkles Gewässer bedeutet; ein Name der sich auf den schwärzlichen Flussschlamm bezieht. Aus diesem Wort der Rwangsprache und der imperialen Bezeichnung des Gewässers entstand im Laufe der frühen Befriedung und Besiedlung Whenuas der Name der Region, Virunum.

Kapitel 2 – Geografie

Lage und Landschaft

Virunum liegt im Becken zwischen den melvischen Bergen und dem Gebirge von Kat´hra südlich der Hauptstadt Ostarium, am Übergang zwischen der Stromlandschaft des Nauca und den Hängen der melvischen Berge. Der Süden und Westen der Baronie liegen in der hügeligen Landschaft des melvischen Vorgebirges während der größte Teil des Landes in der fruchtbaren Ebene des Nauca liegt, der die nördliche und nordöstliche Grenze der Baronie beschreibt. Die Landschaft innerhalb des Vorgebirges zeichnet sich durch Hänge und Terrassen aus, die nach temporalmagischen Untersuchungen zu Ende des großen Kataklysmus entstanden sind. Aus dem Gebirge bahnen sich zahlreiche kleine Flüsse den Weg in Richtung des Nauca, der bekannteste davon ist die Viru. Dieses gesamte Gebiet wird zum Weinbau genutzt und bildete eine wirtschaftliche Stütze der Baronie. Der Osten des Landes ist geprägt vom virunumschen Anteil am ostarischen Feld - ein flaches Gebiet im Süden und Osten der Hauptstadt, das vom Nauca und dem Cerul durchflossen wird. Durch die nun fast sechshundertjährige Siedlungsgeschichte der Umgebung ist die Waldfläche in dieser Region bis auf zwei Ausnahmen nicht mehr nennenswert. Beide verbliebenen Wälder befinden sich an der südlichen Grenze von Virunum und stehen seit einem halben Jahrhundert unter dem Schutz des Barons.

Räumliche Situation

Die Entwicklung zu einer bedeutenden Region Ostariums verdankt Virunum unter anderem seiner günstigen Lage an den Flüssen Viru und Nauca. In der Frühzeit der Besiedlung Whenuas wurde das benötigte Baumaterial für die befestigten Lager der Legionen und später die Bauten der Siedler hauptsächlich aus den Wäldern der ostarischen Ebene und aus den Hängen der südlich von Ostarium gelegenen Berge geschlagen, um dann über den Wasserweg zur Hauptstadt gebracht zu werden. Dies machte Virunum zu einem wichtigen Verkehrsschnittpunkt der jungen Provinz Whenua und sorgte für die rasche Erschließung des Landes. Der Kern der heutigen Baronie bildete sich an den Ufern des Flusses Viru, einem Zufluss des Nauca, von dem die Region auch ihren Namen hat. Der Strom lies sich hier leicht durch- oder überqueren, da sich die Viru in der ostarischen Ebene in zahlreiche Arme auffächerte. Die Lagegunst auch in Bezug auf die Anbindung an das Reich der Zwerge Kat´hra und Gradum und in weitere Folge Virunum trugen entscheiden dazu bei, dass sich Virunum auf Dauer als wichtige Verkehrsstraße durchsetzte.

Siedlungsstruktur

Virunum ist mit einer Fläche von etwa 8000 km² eine durchschnittliche Baronie. Es grenzt im Norden an Ostarium, im Westen und Südwesten an die melvischen Berge, im Osten an die Baronie (???) und im Süden an Melvis. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt rund 130km und von West nach Ost etwa 70km. Der tiefste Punkt befindet sich am Ufer des Nauca und der höchste in den südwestlichen Bergen. Ein Großteil der Fläche Virunums wird für die Landwirtschaft genutzt um den Bedarf der Baronie zu decken, nur ein kleiner Teil davon diente der Versorgung der Hauptstadt.

Klima

Das Klima ist gemäßigt. Durch den Schutz des Kat´hra Gebirges im Osten und der melvischen Berge im Westen eher milde Winter, im Vergleich mit der restlichen ostarischen Ebene, aufweist. Wie in vielen Teilen des nördlichen Melvis und Ostariums sind warme bis heiße Sommer, mäßig kalte, regnerische Winter und eine ganzjährige hohe Luftfeuchtigkeit typisch. In den Wintermonaten kommt es des öfteren zu starker Nebelbildung, gelegentlich auch zu Schneefällen, und im Sommer steigen die Temperaturen vor allem im 7. und 8. Monat häufig auf 30° und mehr. Spürbar beeinflusst der Föhn das Wetter, der besonders im Frühjahr auftritt. Zu dieser Zeit können auch starke orkanartige Stürme auftreten.

Kapitel 3 - Geschichte

ferne Vergangenheit

Die ersten menschlichen Siedlungen im heutigen Virunum gehen auf die Ureinwohner Whenuas zurück, die Stämme der Rwang. Lange vor den ersten Imperialen siedelten sie in den Wäldern östliche des Kat´hra Gebirges. Ansiedlungen lassen sich sogar bis auf die Zeit kurz nach dem großen Kataklysmus nachweisen, was eine ununterbrochene Siedlungsgeschichte von fast viertausend Jahren bedeutet.

Im Gebiet von Virunum befinden sich lediglich zwei Tore als Beweis für nicht menschliche Siedlungstätigkeiten. Nur mündliche Überlieferungen der Zwerge lassen darauf schließen das vor dem Eintreffen der Menschen die Bewohner von Kat´hra zumindest gelegentlich in diese Region vorstießen. Auch wenn diese Expeditionen kaum nennenswerte Größe oder Regelmäßigkeit erreichten.

Imperiale Besiedlung

Vor etwa sechshundert Jahren begannen imperiale Expeditionen in die Ländereien des heutigen Whenuas. Von dem ersten großen Militärlager in der neuen Provinz, gelegen an den beiden Flüssen Nauca und Cerul, dem späteren Ostarium, breiteten sich die imperialen Soldaten und Siedler in die umliegenden Gebiete aus und kamen in Konflikte mit den örtlichen Rwang. Während den ersten Jahren gab es noch ein fast friedliches Zusammenleben zwischen den Imperialen und den Ureinwohnern. Dies brach jedoch in sich zusammen, als die Neuankömmlinge immer mehr Raum für sich beanspruchten und den Lebensraum der Rwang zunehmend vernichteten. All dies führte zu den Konflikten, die heute als Wrangkriege bekannt sind, auch wenn es nie ein wirklicher Krieg war, da die Rwang keine zusammenhängende Streitmacht waren. So konnten sie den koordinierten und besser ausgerüsteten Soldaten des Imperiums nicht lange Widerstand leisten.

Virunum wurde bald nach seiner Befriedigung im dritten Jahrhundert ante Protectonis natum zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für die wachsende Hauptstadt der Provinz, Ostarium. Dies hielt fast zwei Jahrhunderte an bis ein Großteil der Wälder in der Provinz gerodet waren. In den darauffolgenden Jahrzehnten wandelte sich Virunum zu einem großen Getreidelieferanten, was weiter zum Wachstum der Hauptstadt beitrug.

Whenuanische Unabhängigkeit

Bei der Machtübernahme der ol Fers und der Abspaltung Whenuas vom Imperium war Virunum Schauplatz zweier großen Schlachten zwischen den Aufständischen und Getreuen des Perlmuttthrons, beide davon konnten die ol Fers für sich entscheiden. Nach dem Abzug der Imperialen wurde Virunum ein Teil Ostariums und unterstand damit direkt dem neuen Lordprotector des nun unabhängigen Whenuas. Während dieser Zeit diente es weiter als Nahrungslieferant für Ostarium, auch wenn die Hauptstadt mittlerweile den Großteil der verlangten Lebensmittel aus Melvis importierte. Auch hiervon profitierte Virunum, da ein Großteil der Lieferungen über den Nauca verschifft wurden und damit die Region durchquerten und somit die Weichen für das zukünftige Wachstum legten.

Das Haus Dorelis

Im Jahre 68 anno Protectonis wurde Virunum dem in den Adelsstand erhobenen Haus Dorelis vermacht. Diese Ehre wurde dem Patriarchen des Hauses Dorelis, Tereban del Dorelis, für seine Verdienste im Unabhängigkeitskampf und den Rwang-Aufständen der letzten Jahre zuteil. Seit damals hält Tereban den Titel des Barons von Virunum. Unter der Führung der Familie Dorelis hat sich die Baronie Virunum entschieden verändert. Ein Großteil der Landbevölkerung verdingt sich immer noch in der Landwirtschaft, hauptsächlich dem Getreide- und Weinbau. Jedoch entwickelten sich im letzten Jahrhundert mehrere große Städte innerhalb der Baronie die vom Handel mit und zu Ostarium leben.

Virunum zählt, seit den Aufständen 45 anno Protectonis, zu einer der sichersten Baronien des Reiches. Einerseits sind hierfür die virunumschen Truppen verantwortlich, die die Verkehrswege unter ständiger Beobachtung halten, aber auch die Familie Dorelis an sich, deren magische begabte Mitglieder den Ruf haben Eindringlingen in ihrem „Reich“ Dinge anzutun, die schlimmer als der Tod sind.

Das Jahre 215 war für die Baronie ebenso ein Krisenjahr wie für den Rest Whenuas. Zwar wurde der Verrat der Kirche des Muel´sa in Virunum nicht so vernichtend gespürt wie im Rest des Reiches, hauptsächlich dadurch das die wenigstens Kirchen eine Präsenz in Virunum unterhalten, der Fall Ostariums traf die Region dafür jedoch umso mehr. Nicht nur verlor Virunum einen wichtigen Handelspartner, sondern musste fast über Nacht beinahe doppelt soviel Menschen versorgen wie bisher. Dies hatte schwere Einschnitte für einen Großteil der Bevölkerung zu folge und führte zu Unruhen innerhalb der Städte. Diese wurden jedoch schnell beseitigt mithilfe der Truppen Virunums und zusätzlichen Zenturien des ostarischen Heeres. Seitdem herrscht ein unruhiger Friede in der Baronie und die meisten Flüchtigen aus Ostarium haben mittlerweile eine Unterkunft.

Es wird jedoch sicherlich noch bis in das Jahr 216 anno Protectonis dauern bis wirklich sämtliche Ostarier in festen Unterkünften untergebracht wurden. Viel dringender ist die Versorgungssituation in Virunum. Zur Zeit wird der Großteil der zusätzlich benötigten Nahrung aus dem aufstandsgeplagten Melvis importiert, das vorher schon die Hauptstadt versorgte. Jedoch werden hierfür auf Dauer die Geldmittel fehlen, wenn man nicht eine Möglichkeit findet die Flüchtlinge mit Arbeit zu versorgen.

Kapitel 4 – Bevölkerung

Ethnien

Die Baronie Virunum ist die Heimat von dreißigtausend Whenuanern, die in den drei großen Städten und den vielen kleinen Bauernhöfen und Dörfern leben. Die Mehrheit der Bewohner lebt in den Städten Viru, Maracess und Vindonissa. Ethnisch gesehen sind die meisten Menschen Whenuaner mit imperialen Wurzeln. Der Anteil an Rwang ist mit einem von zwanzig Menschen recht gering. Es gibt jedoch eine recht ansehnlich Anteil an Personen deren Vorfahren aus anderen Sphären stammen, meistens die Nachkommen von sphärenreisenden Magiern oder Händlern aus anderen Reichen als dem Imperium. Der Anteil an Nichtmenschen ist verschwindend gering und beinhaltet hauptsächlich eine Handvoll Zwerge aus dem östlichen Kat´hramassiv und vereinzelten anderen Minderheiten die keine nennenswerte Größe erreichen.

Viru

Mit Abstand die größte Stadt der Baronie ist die Hauptstadt Viru, am gleichnamigen Fluss gelegen. Sie beherbergt mit ihren neuntausend Einwohner fast ein drittel der gesamten Bevölkerung der Baronie und stellt ihr politisches, wirtschaftliches und geografisches Zentrum dar. Der größte Teil der Menschen in Viru verdingen sich als Händler und Handwerker. Vor allem jene Berufe die eng mit der Lex Arcana verbunden sind, wie etwa Buchbinder, Alchemiker oder Feinschmiede, ballen sich in der Hauptstadt. Rund um Viru gruppieren sich Bauernhöfe und Kräuterzüchter die Handwerker und Bevölkerung versorgen. Seit der Krise von Ostarium ist die Umgebung von Viru mit den Lager der vertriebenen Ostarier übersät. Nur die wenigsten von ihnen konnten ein neues Heim innerhalb der Stadt beziehen da schlicht nicht genügend Platz vorhanden ist. Die Magistrate versuchen zur Zeit die Flüchtlinge so gut es geht über die Baronie zu verteilen, was allein durch ihre Schiere Anzahl wohl noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird.

Vindonissa

An der nordöstlichen Grenze der Baronie gelegen, dem Strom Nauca, befindet sich die Stadt Vindonissa. Die Lage direkt an den Ufern des Nauca machen die Stadt zu einem wichtigen Umschlagplatz von Waren, die nach oder von Ostarium gehen. Dies ist der Grund, warum sich im Laufe der letzten Jahrzehnte die Bevölkerung der Stadt auf etwa fünftausend erhöht hat. Die meisten Einwohner verdienen sich ihren Lebensunterhalt auf die eine oder andere Art mit dem Nauca.

Maracess

Die letzte der drei großen Städten in Virunum ist Maracess, im Vergleich zu Viru und Vindonissa eine recht neue Gründung. An den Hängen der melvischen Berge gelegen bietet Maracess etwa fünftausend Menschen ein Heim und steht dabei ganz im Zeichen der Lex Arcana. Einige der wichtigsten Artefakthorte und Bibliotheken befinden sich im Gestein der Berge und mehr als nur eine Sternwarte ziert die hohen Türme der Stadt.

Dörfer und Gemeinden

Die restliche Bevölkerung der Baronie verteilt sich auf kleine Ortschaften und Bauernhöfe die hauptsächlich Getreide und Trauben anbauen oder Vieh züchten. Es gibt zum Schluss noch eine Vielzahl an Wegstationen an den wichtigsten Straßen der Baronie die oft kleiner Gehöfte in ihrem Umfeld haben und so kleinere Dorfgemeinschaften bilden. Fast sämtliche Rwang der Baronie leben in diesen ländlichen Gegenden und verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Feldarbeit oder als Betreiber einer der unzähligen kleinen Fährstationen über die vielen kleinen Flüsschen des Landes.

Kapitel 5 – Politik und Verwaltung

Verwaltungsgeschichte

Die Baronie Virunum gehört zum Quarter Ostarium des whenuanischen Reiches, das 215 anno Protectonis seine offizielle Unabhängigkeit vom Imperium erlangte. In ihrer heutigen Form existiert die Baronie seit dem Jahr 68 anno Protectonis. In diesem Jahr vermachte der Lordprotector Gracchus ol Fer Virunum der Familie Dorelis, die damit in den Stand des whenuanischen Adels erhoben wurde.

Die Herrschaft der Dorelis hat die Baronie entscheidend geprägt. Baron del Dorelis ist ein Anhänger des imperialen Traditionalismus und Verfechter der whenuanischen Unabhängigkeit. Dies äußert sich vor allem in der Verwaltung von Virunum, die strikt nach imperialen Vorbild strukturiert ist. Virunum ist im ganzen in drei Regionen eingeteilt, die jeweils einer zentralen Verwaltungsstelle unterstehen. Sie benennen sich nach ihren Verwaltungsstädten und sind von Nord nach Süd Maracess, Viru und Vindonissa. Diese Regionen sind auf zweiter Instanz in jeweils etwa ein Dutzend lokale Bezirke unterteilt, die entweder von den Magistraten oder niederem Adel verwaltet werden. Der Baron mischt sich in die direkte Verwaltung nur in einigen Themen ein. Dies beinhaltet die Festlegung der Steuern, die Verhängung der Todesstrafe, das Heer der Baronie und die Verpachtung von Land. In alle weiteren Themen greift der Baron nur in regulierender Weise ein oder gibt die Richtung der von ihm gewünschten Entwicklung vor. Um dennoch die Kontrolle über seine Baronie zu behalten, sind viele hohe Posten innerhalb des Magistrats von Virunum an Mitglieder des Hauses Dorelis vergeben.

Gesetze

In Virunum gelten all jene Gesetze, die vom Lordprotector oder seiner Regierung erlassen werden. Somit ist das ostarische Gesetz gleichzusetzen mit dem in Virunum.

Die am häufigsten verhängte Strafe in Virunum ist die Zwangsarbeit, meistens in einer Zeit von sechs Monaten bis hin zu mehreren Jahren je nach Art des Vergehens. Kerkerhaft hingegen wird seltenst verhängt und wenn, dann meistens nur an Mitglieder der Lex Arcana, die eine Tat begangen haben für die eine Geldstrafe nicht mehr gerechtfertigt wäre.

Es gelten innerhalb der Baronie einige Gesetze zusätzlich zu den ostarischen. Das für außenstehende wohl auffälligste ist das Verbot für Geweihte jedweder Gottheit auf virunumschen Boden eine Leiche einzusegnen, sollte dies nicht ausdrücklich von einem Mitglied der herrschenden Familie erlaubt worden sein, persönliche oder kulturelle Besonderheiten werden dabei explizit nicht berücksichtigt. Das Strafmaß für einen Verstoß gegen dieses Gesetz ist mit zwei Wochen Kerkerhaft für Ersttäter bis hin zur Verstümmlung für wiederholt Straffällige sehr hoch.

Weiters ist es in Virunum verboten aktives magisches Wirken, das auf ein Mitglied des Hauses Dorelis zurückzuführen ist zu vernichten, zu entzaubern oder sich seiner Wirkung in irgendeiner Weise entgegenzustellen. Die Strafe hierfür ist Enteignung und drei Jahre Zwangsarbeit.

Auf die Einhaltung der Gesetze als Exekutive achten die drei heimischen Zenturien des whenuanischen Heeres, die dem Baron direkt unterstehen. Ihre Stützpunkte befinden sich jeweils in Viru, Vindonissa und Maracess. Die Verurteilung von Gesetzesbrechern fällt hierbei Magistraten zu, die jeweils am ersten Freitag des Mondes Gerichtstag halten. Für kleine Vergehen, die mit Geldbußen oder Kerkerhaft unter einer Woche bestraft werden haben die Zenturien jeweils einen eigens ausgebildeten Decurio, der die entsprechenden Kompetenzen und Rechte hat. Die Bezeichnung dieses Sonderranges in Virunum lautet Benefiziarier.

Wird ein Bewohner Virunums von einem Magistraten zu einer Kerkerhaft von mehr als einem Jahr, Zwangsarbeit von mehr als drei Jahren oder zur Verstümmlung verurteilt, ist es sein Recht darum anzusuchen vom Baron selbst angehört und gerichtet zu werden. Straftaten, die den Tod als Bestrafung vorsehen - in Virunum sind dies unter anderem Mord und Wegelagerei - werden prinzipiell nur von Baron Dorelis selbst behandelt. Diese Gerichtstage finden viermal im Jahr am ersten Freitag des 3., 6., 9. und 12. Mondes statt.

Regierungsstruktur

Seit ihrer Gründung im Jahre 68 anno Protectonis steht die Baronie unter der Herrschaft von Magister Intermittor Major Tereban del Dorelis de Virunum, dem Baron zu Virunum. Der Magier und seine Familie stellen seit nun über 150 Jahren die Herrschaftsschicht der Baronie und es gibt kaum eine Institution oder Einrichtung innerhalb der Grenzen Virunums in denen nicht mindestens ein Mitglied der weitläufigen Familie einen hohen Posten innehat.

Unterhalb der Dorelis stehen häufig Einwohner der Baronie oder zugewanderte Imperiale. Für viele Bewohner Virunums ist es ein großes Privileg für die Familie Dorelis zu arbeiten, ist dies doch ein Zeichen für die Talente und Fähigkeiten und zudem ein sicheres Einkommen. Die meisten Imperialen, die in Virunum dienen, tun dies aufgrund der immer noch aufrechterhaltenen imperialen Traditionen, die in einem für sie so fremden Land etwas Heimat bringen. Vor allem viele Söldner und ehemalige Soldaten aus dem Imperium dienen im Heer.

Vertretung der Regionen

Jede der drei Regionen Virunums besitzt einen vom Baron eingesetzten Statthalter mit Ausnahme von Viru, in der diese Funktion vom Baron wahrgenommen wird. Dieser hat nominell das Recht und die Pflicht der Herrschaft. Ihm zur Seite stehen der Centurio der in der Region stationierten Truppen sowie ein gewählter Vertreter der Stadtbewohner. Vierteljährlich treffen sich die Vertreter der drei Regionen in Viru um dem Baron den Stand der Dinge in Virunum darzulegen.

Wappen, Flagge und Leitspruch

Die Insignien der Baronie Virunum sind mit jenen der Familie Dorelis deckungsgleich. Das Wappen zeigt in einem Wappenschild von Blau und Schwarz einen Drachen umgeben von einem Pentagramm. In einer weiteren Darstellungsform kann das Wappen auch in Form eines Brustschildes in der Figur eines schwarzen, silbern bewehrten Drachens verwendet werden. Die Flagge Virunums besteht aus zwei gleich breiten, waagrechten Streifen; der obere ist blau, der untere ist schwarz. Das Verhältnis der Höhe der Flagge zu ihrer Länge ist zwei zu drei. Die Farben Blau und Schwarz beziehen sich hierbei auf das Quarter Ostarium in dem Virunum liegt. Der Drache und das Pentagramm stehen für die enge Verbundenheit der Baronie und des Herrscherhauses mit der Magie und der Lex Arcana, denn der Drache zählt im Imperium als Zeichen für Macht und magische Macht im speziellen.

„Scientia potentia est“ ist als Wahlspruch der Familie Dorelis in ganz Virunum bekannt und wird von der Oberschicht der Baronie gern als Wahlspruch verwendet. Die einfache Bevölkerung Virunums kennt in den meisten Fällen zumindest seine Bedeutung in der Gemeinsprache. Weiters besitzt jede der drei Regionen einen eigenen historischen Leitspruch. In Viru lautet dieser „Libera et imperia“, befreie und herrsche, was sich auf die Befreiung vom Joch des Imperiums und Befriedung der einheimischen Rwang bezieht. Für Maracess lautet er „Augusta per angusta“, Durch Engpässe zur Erhabenheit, was auf die Schwierigkeiten der ersten Magier in Whenua zurückzuführen ist Und zuletzt lautet der Leitspruch der Region Vindonissa „Acerbus et ingens“, Stark und mächtig, was sich auf die Soldatentradition der Gegend bezieht.

Kapitel 6 - Wirtschaft

Die Region Virunum

Wie die meisten Gebiete rund um die ehemalige Hauptstadt wird das Bild Virunums zu großen Teilen von Landwirtschaftlich genutzten Flächen und einigen großen Städten beherrscht. Natürliche Ressourcen sind in Virunum aufgrund der langen Besiedlung durch Imperiale und Whenuaner mittlerweile sehr rar, lediglich der Fischfang in Nauca und Viru sowie einige wenige, meist kleine, Steinbrüche in den melvischen Bergen werden noch betrieben. Die zwei größten wirtschaftlichen Stützen der Baronie sind der Handel auf dem Nauca und der Viru sowie die vielen Edelhandwerker in den Städten der Baronie. Hier vor allem Alchemisten, Buchbinder und Feinschmiede die fast ausschließlich im Dienste der verschiedensten Magier der Lex Arcana arbeiten.

Landwirtschaft

Große Flächen Virunums werden für den Anbau von verschiedensten Weizensorten, Zuckerrüben, Mais, Trauben, Äpfel und die Rinder- sowie Schafzucht verwendet. Diese dienen hauptsächlich der Versorgung der virunumschen Bevölkerung dennoch muss, vor allem für die Städte der Baronie, Nahrung aus Melvis importiert werden.

Regionale Berühmtheit hat hier der Recocta d´Maracess, ein Schnittkäse aus Schafs- und Kuhmilch. Der junge Käse eignet sich zur Verfeinerung von Soßen und zu leichten Salaten. Gerne wird der gereifte Käse zum Abschluss einer Speisenfolge genossen, hierzu werden Konfitüren, Marmeladen, Honig oder karamellisierte Feigen gereicht. Jedoch wird der d´Maracess, genauso wie einige andere Käsearten hauptsächlich in Virunum und der näheren Umgebung verzehrt und hat außerhalb dieses Gebietes kaum Bekanntheit.

An den Hängen der melvischen Berge werden Reben angebaut aus denen in Maracess und der näheren Umgebung Weine gekeltert werden, unter anderem der Recioto d´Maracess, ein süßer Strohwein der in der Region oft zum Essen getrunken wird.

Handwerk

In den Städten Virunums befinden sich einige der größten Alchemiewerkstätten Whenuas, in diesen wird von mundanen alchemischen Mitteln wie Seifen, Parfüme, Tinten und Färbemittel bis hin zu hochmagisch potenten Tinkturen alles hergestellt was der modernen Wissenschaft bekannt ist. Hauptabnehmer hierfür sind die Magierzirkel und Vereinigungen der Lex Arcana in Viru und Maracess sowie Schneider und andere Handwerker in der gesamten Baronie.

In der Stadt Vindonissa existiert auch eine große Gilde von Schmieden. Hauptsächlich stellen diese Schmuck und Artefaktmaterialien es gibt jedoch auch einige Grobschmiede unter ihnen die sich um die Wartung und Reparatur von Waffen und Rüstungen der virunumschen Truppen kümmern. Hergestellt werden diese jedoch fast ausschließlich in Melvis.

Schlussendlich haben sich über ganz Virunum verteilt Artefaktbauer niedergelassen, der Hauptgrund hierfür ist das jedem Handwerker der Artefakt herstellt ein Großteil seiner Steuern erlassen wird solange er Mitglied der Lex Arcana ist, die Erhaltung dieser Sonderregelung lässt sich die Lex Arcana im Gegenzug mit einer jährlichen großzügigen Schenkung an das Haus Dorelis sichern.

Steuern

Die Abgaben und Steuern in Virunum sind mit denen in Ostarium fast deckungsgleich. Dies betrifft vor allem Zölle und Abgaben für die Benutzung von Land und Straßen. Es gibt jedoch einige Ausnahmen.

Mitglieder der Lex Arcana die keinen aktiven Dienst leisten und damit verpflichten sind den zehnten Teil ihres jährlichen Einkommens an die Gilde abzuführen sind innerhalb der Grenzen Virunums von allen Abgaben auf ihr Handwerk befreit und müssen lediglich den der Lex Arcana zustehenden Teil an die Gilde abgeben.

Weiters wird das öffentliche durchführen von Messen und Glaubensbekundungen sowie das Betreiben von Tempeln, Klostern oder ähnlichen Einrichtungen mit der so genannten Kirchensteuer belegt. Diese besagt das sämtliche Einnahmen der Kirche den Verwaltern der Baronie jeweils am 1. Tag des 5. Mondes darzulegen sind und sie davon den zwanzigsten Teil an Virunum abführen müssen, diese Gelder dürfen explizit nicht durch Spenden von Gläubigen aufgetrieben worden. Weiters unterliegen alle Priester, Akolythen oder Gläubige die in den genannten Einrichtungen tätig sind allen weiteren Steuern die jeder Bürger Virunums abzuführen hat.

Kapitel 7 – Infrastruktur

Verkehrswege

Die Familie Dorelis unterhält einige Verkehrswege in Virunum die von den Steuereinnahmen aus ihren Ländern in Stand gehalten werden. Diese beinhalten Straßen zwischen den größeren Städten der Baronie, vor allem zwischen den regionalen Hauptstädten, sowie einer Fernstraße nach Gradum bis zur Grenze von Melvis und zwei gut ausgebauten Straßen nach Ostarium. Diese Straßen sind nach imperialen Vorbild angelegt und besitzen unter der Deckschicht verschiedene Schichte aus feinem und grobem Gestein, um die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit zu verbessern, sowie eine Querneigung um Regenwasser rasch ableiten zu können. Die Fernstraße nach Gradum ist sogar mit einem Fundament aus Gussmauerwerk angelegt, im Imperium als Opus caementicium bekannt, das ihr eine unerreichte Haltbarkeit verleiht.

Weiters unterhält die Baronie, im Auftrag des Haus Dorelis, eine Anzahl an Fährstationen an den Flüssen Viru und Nauca. Diese liegen an Stellen wo der Bau von Brücken nicht praktikabel oder wirtschaftlich sinnvoll wäre und dienen dem Transport von Personen und Waren.

Wasserversorgung

Die Stadt Vindonissa bezieht ihr Frischwasser hauptsächlich aus dem Nauca und dem Grundwasser während sich Maracess aus den Zuflüssen des Viru in den melvischen Bergen speist. Viru hingegen kann seinen Bedarf nicht aus dem Grundwasser und dem namensgebenden Fluss decken weswegen schon vor etwas sechzig Jahren ein Viadukt gebaut wurde das Wasser aus den melvischen Bergen zur Hauptstadt Virunums bringt. Viru, Maracess und Vindonissa verfügen über Kanalsysteme nach imperialen Vorbild, jenes in Viru wurde sogar noch von Imperialen angelegt. Das Abwasser der Stadt wird zum größten Teil in den Nauca und die Viru abgeleitet. Die Ableitung in Vindonissa befindet sich stromabwärts der Stadt Richtung Melvis jene für Viru an den Randbezirken der Stadt.

Schifffahrt

Innerhalb Virunums gibt es mit Vindonissa einen Flusshafen der als Umschlagplatz für Waren aus Melvis und Ostarium dient sowie einige Anlegestellen entlang der Viru und des Nauca die jedoch nicht die Größe des Hafens von Vindonissa erreichen. Von der Baronie selbst wird keine Schifffahrt aus betrieben aber einige Händler haben ihre Kontore am Nauca und bieten auch Personentransporte nach Gradum, Ostarium oder ins ferne Linsar an.

Der Nauca ist für die gesamte Länge die er in Virunum zurücklegt ganzjährig schiffbar und wird auch rege benutzt, sowohl als Transportweg als auch zum Fischfang. Die Viru hingegen kann erst ab der Stadt Viru ganzjährige für Flussschiffe genutzt werden. Stromaufwärts ist dies sicher nur im Frühjahr und Herbst möglich und auch dann nur bis einige Kilometer vor Maracess.

Wissenschaft und Schulen

Durch die nähe zu Ostarium hat sich innerhalb der Baronie eine Anzahl an Gelehrten und Magier niedergelassen die hier abseits des riesigen komplexes der ostarischen Universität ihr Wissen und ihre Kunst weitergeben. Neben einigen Zirkeln und Forschungsgruppen der Lex Arcana befindet sich in Virunum eine der neu gegründeten Ausbildungsstätten der Lex Arcana in der junge Magier ihr Handwerk erlernen. Diese wird interessanterweise nicht von einem del Dorelis geführt.

Weiters unterhält die Baronie in den großen Städten Schulen in denen das einfache Volk gegen ein Entgelt das Lesen und Schreiben, sowie die Kunst des Algebra erlernen kann. Der Besuch dieser Schulen ist jedoch nur für die Handwerker und Händler der Städte erschwinglich weswegen die meisten Bewohner der ländlichen Gegenden des Lesens nicht mächtig ist. Es gibt jedoch die Möglichkeit ein intelligentes und hochbegabtes Kind in die Obhut der Familie Dorelis zu übergeben wo, sollte sich herausstellen das der Junge oder das Mädchen geeignet ist, für Unterhalt und Ausbildung gesorgt wird. Die leiblichen Eltern erhalten hierfür eine Entschädigung in Höhe von fünfzig Silbermünzen und die Aussicht auf ein gut verdienendes Familienmitglied.

Virunum beherbergt die größte Anzahl an privaten Bibliotheken außerhalb der Quarterhauptstädten. Auch unterhält die Lex Arcana eine große Bibliothek in den Hängen der melvischen Berge die für die einfachen Bürger jedoch nicht zugänglich ist da hier nur gefährliche oder geheimzuhaltende Texte gelagert werden.

In Viru existiert eine von der Familie Dorelis gestiftet und vom dortigen Magistrat unterhaltene Bibliothek in der sich Hauptsächlich Schriften und Bücher über die Geschichte Virunums und die Verwaltung der Baronie befinden. Jedoch sind auch einige magietheoretische Schriften zu finden größtenteils aus der Feder der del Dorelis Magier. Diese stehen jedem Bewohner Virunums offen der des Lesens mächtig ist. Auswärtige Besucher müssen einen Gebühr von einem Silber entrichten um die Schriften einsehen zu können.

Kapitel 8 – Militär

Truppen

Die Familie Dorelis unterhält drei Zenturien die nach den Vorschriften und Regeln des whenuanischen Heeres aufgestellt und ausgebildete werden, was ihnen eine Mannstärke von etwa 115 Soldaten zuzüglich Tross gibt. Hierbei hat jede Zenturie eine der drei Regionen Virunums zu bewachen wobei sich ein Großteil der Legionäre ständig in den Kasernen von Maracess, Viru und Vindonissa aufhalten. Die Centurios haben in ihren Aufgabenbereichen relativ freie Hand solange ihre Einheiten sich auf Sollstärke befinden und ihre Soldaten alle Pflichten erfüllen. Sie berichten einmal vierteljährlich an den Baron und jeden Mond an den Kommandanten der Hausgarde der gleichzeitig das Oberkommando über alle militärischen Truppen Virunums hat.

Die Truppen Virunums bestehen fast ausschließlich aus leichter Infanterie die mit Schwert und Speer bewaffnet sind. Als Schutz tragen sie Kettenhemden und einfache Helme. Da ihre Hauptaufgabe die Aufrechterhaltung der Ordnung in Städten und dem Umland ist ist diese Ausrüstung auch mehr als ausreichend. In Kriegszeiten werden Teile der Zenturien mit Bögen ausgerüstet um auf dem Schlachtfeld vielfältiger agieren zu können. Über Kavallerie oder Belagerungsgerät verfügt Virunum jedoch nicht. Dafür sind jeder Zenturie jeweils mindestens zwei Intermittoren der Lex Arcana zugeteilt die die Schlagkraft der Truppen stark erhöhen.

Neben den drei Zenturien gibt es noch die Hausgarde der Familie Dorelis die direkt für den Schutz des Barons, seiner Familie und seiner Anwesen zuständig ist. Diese Garde stellt die Spitze des virunumschen Soldatentums dar und nur die besten werden vom Baron Dorelis und dem Kommandanten der Hausgarde in diese aufgenommen. Nach imperialen Vorbild, und der Leibgarde des Imperators, ist die offizielle Bezeichnung der Hausgarde Cohors praetoria de Virunum. Im Volksmund werden sie allerdings meistens als Prätorianergarde bezeichnet. Nominell gehören die Mitglieder der Garde nicht dem whenuanischen Heer an sondern dienen direkt der Familie Dorelis als Waffenvolk. Dieser Sonderstatus bringt einige Vorteile mit sich so ist es für ein Mitglieder der Prätorianer ohne weiteres möglich zu heiraten und Kinder anzuerkennen. Dies zusammen mit der besseren Bezahlung und den gefährlicheren aber auch prestigereicheren Aufgaben hat der Garde sowohl den Neid als auch die Bewunderung der regulären virunumschen Truppen eingebracht. Die Grundausrüstung der Prätorianer ist mit der der normalen ostarischen Truppen gleich jedoch verzichten sie aufgrund ihrer Aufgaben meist auf den Speer. Auch wird von den Garden erwartet das sie einen Teil ihres Soldes dafür nutzen sich bessere Rüstungen und Waffen zu kaufen. Oft wendet sich ein Mitglied der Prätorianer an einen der vielen Artefaktschmiede Virunums um sich und seine Heeren besser schützen zu können. Zu jederzeit sind etwa fünfzig Männer und Frauen in der Cohors praetoria de Virunum, ihre Anzahl kann jedoch in Zeiten der Not durch die Einberufung ehemaliger Mitglieder auf etwa siebzig Mann erhöht werden.

Kasernen und Befestigungen

Die Lager der Zenturien konzentrieren sich um die drei Städte Virunums sowie wichtige Handelsstraßen. Die Kasernen bestehen meistens aus einem Bergfried der in die Mauern der Stadt integriert ist, den Unterkünften der Legionäre und Versorgungsgebäuden wie Ställen, Küchen oder Lagerkammern. Von der restlichen Stadt sind diese Kasernen durch eine Mauer und ein Tor getrennt so dass sie im Belagerungsfall als Rückzugsort dienen können.

Jene Decurien die das Umland patrouillieren leben in zweistöckigen Wachtürmen, wobei der untere Stock Betten, Küche und Lager enthält und der obere aus einer Wachkammer und dem Waffenlager. Eine Decurie verbringt hier meistens eine Woche bevor sie von einer anderen abgelöst wird und hat die Aufgabe die Dörfer der Umgebung und vor allem die Straßen vor Banditen zu sichern. Sollte der Besatzung eines dieser Wachtürme einer Bedrohung gewahr werden derer sie nicht allein Herr werden kann befindet sich in der Waffenkammer jedes Turmes ein kleiner Bergkristall der mit dem richtigen Kennwort, das jeden Mond geändert wird, einen Alarm nach Viru sendet.

Die Cohors praetoria de Virunum hat ihren Hauptlager einen Tagesritt südlich von Vindonissa an den Ufern des Nauca in der Burg Ungula. Als einzige echte Festung der gesamten Baronie bildete die Burg einen imposanten Anblick und bildet im Kriegsfall den Rückzugsort der Familie Dorelis. Sie wird ständig von der Hälfte der Prätorianer besetzt die hier Leben und trainieren. Um die Ungula herum hat sich in den letzten Jahrzehnten ein kleines Dorf gebildet indem die Familien der Cohors praetoria de Virunum sowie jene Bauern und Handwerker leben die sie versorgen. Der Rest der Garde ist entweder damit beauftragt ein Mitglied der Familie Dorelis auf Reisen zu schützen oder bewacht die Residenz des Barons am Rand von Viru.

Besonderheiten

Im Vergleich zu anderen Baronien und auch Quarter dienen in den Zenturien Virunums eine sehr hohe Anzahl an Intermittoren und Interspectoren. Die meiste Zeit verbringen etwa ein dutzend Intermittoren und Interspectoren ihr Frontjahr in den Reihen der virunumschen Truppen. Aber auch privat stehen viele Magier in gesonderter Stellung zu den Truppen der Baronie. So hat die Cohors praetoria de Virunum einen eigenen Interscriptor in Diensten der sich um die Verzauberungen und Instandhaltung von Artefakten kümmert.

In der gesamten Baronie Virunum existieren kleine Friedhöfe, meistens in der nähe von Straßenkreuzzungen oder Wachtürmen in denen die Toten kaum einen Meter unter der Erde begraben liegen, neben sich ein schartiges Schwert. Diese Friedhöfe dienen in erster Linie, zusammen mit dem Ruf des Barons, als Abschreckung für mögliche Angreifer. Im Ernstfall kann der Baron jedoch in kürzester Zeit eine beachtliche Anzahl an Untoten unter seinem Kommando aus dem Griff der Erde rufen um sein Land zu verteidigen. Vor seinem Tod kann ein Bewohner Virunums den Wunsch äußern auf einem dieser Friedhöfe beigesetzt zu werden. Hierfür erhält seine Familie im Fall des Todes zehn Silbermünzen und seine Leiche wird für die nächsten dreißig Jahre auf einem der Friedhöfe beigesetzt. Nach dieser Zeit wird sie durch eine „frische“ Leiche ersetzt um den Einwandfreien zustand der Verstärkungstruppen zu gewährleisten.

Um zu verhindern das mit diesen Leichen etwas unlauteres passiert werden sie alle mit einem eigens von Baron Dorelis erfundenen Zauberspruch belegt der es ohne große Vorbereitungen für alle anderen Nekromanten unmöglich macht nutzen aus diesen Leichen zu ziehen,

Kapitel 9 – Kultur

Sagen und Legenden

Aufgrund der langen Siedlungsgeschichte gibt es in Virunum einen Vielzahl an Lokalen Sagen und Legenden über Örtlichkeiten, magische Kreaturen oder Personen.

Viele davon ranken sich um den Baron von Virunum, Tereban del Dorelis, hauptsächlich wegen seines unnatürlich langen Lebens. Der Baron, der mittlerweile fast 290 Jahre alt ist, lebte bereits in der Stadt Viru als Whenua noch eine Provinz des Imperiums war. Er war es unter dem Virunum von einem Teil Ostariums zu einer eigenen Baronie wurde. Dies alles und seine Beschäftigung mit der Nekromantie und der Beherrschungsmagie brachten viele Gerüchte über ihn in die Welt. Immer wenn in Virunum etwas ungewöhnliches oder magisches passiert, sei es nun gut oder schlecht, wird es von fast allen Bewohnern der Region dem Zauberwirken ihres Heeren zugeordnet. Obwohl er bei seinen Untertanten einen Ruf als strenger aber gerechter Herrscher hat und es den meisten Virunumern an wenig fehlt werden kleine Kindern mit der Erwähnung seines Namens zu Gehorsam aufgefordert und Nachts werden an den Feuern der Legionäre Geschichte von Centurios erzählt die Befehle verweigert hatten und fortan ihr Dasein als Untoten in den Gewölben der Familie Dorelis fristen müssen.

Eine weitere Legende rankt sich um die Leichen die nach dreißig Jahren von den Friedhöfen entfernt wurden um in der nähe ihrer Heimat beigesetzt zu werden, wo sie ihre letzte Ruhe finden. Die Legende sagt das dies eine Lüge ist und die Leiche in Wahrheit in riesigen Kesseln gekocht werden um aus ihren Körper rituelle und alchemistische Komponenten zu gewinnen. Ihre Gebeine werde dann an speziellen Orten gelagert und wenn es genug sind wird der Baron mit einem gewaltigen Heer aus Skeletten die Herrschaft über Whenua an sich reißen.

Im Süden der Baronie, an den Grenzen zu Melvis, existiert ein Welt der den Sagen nach verflucht ist. Unheilige Dinge ziehen ihre Wege durch sein Inneres und jeder der in Betritt wird von den Kreaturen die dort hausen verspeist. Man sagt das es die Geister der ehemaligen Herren des Landes, die Rwang, sind deren Schamanen ihre Seelen auf ewig an dieses Land gebunden haben. Lediglich die Zaubermacht des Barons hält die bösen Seelen in diesem Wald gefangen.

Über die beiden großen Flüsse Nauca und Viru existieren ebenfalls ungezählte Sagen und Legenden. Von Elementaren und Geistern die man sich mit Geschenken gütig stimmen muss bis hin zu Erzählungen von Kreaturen die halb Mensch halb Fisch sind und junge Flussschiffer ertränken wollen gibt es eine kaum überschaubare Anzahl an lokalen Geschichten.

Örtlichkeiten

Am Rand der Stadt Viru, wo der Friedhof der steht gelegen ist, steht das Mausoleum der Familie Dorelis. In diesem, aus Granit erbauten Gebäude, ruhen sämtliche Mitglieder der Herrscherfamilie Virunums. Seinen Anfang nahm das Mausoleum als Grabmal für Zanna del Dorelis, die Gattin des Barons. Im laufe der Jahre wurde die Stätte dann zuerst für die Kinder des Barons und dann weiter für alle seine Nachkommen erweitert. Mittlerweile liegt unter dem Mausoleum ein gewaltiges Labyrinth an Tunneln und Kammern die die Gebeine einige der mächtigsten Magier Whenuas beinhalten. Burg Ungula liegt an den Ufern des Nauca und ist die Heimat der elitärsten Truppen Virunums, der Cohors praetoria de Virunum. Die Burg, deren Name in der Gemeinsprache Klaue bedeutet, stellt die größte Flussfestung am Nauca dar und dient in erster Linie dazu den Flussweg von und nach Ostarium zu kontrollieren. Die Feste an sich ist im klassisch whenuanischen Stil errichtet. Ein rechteckiger Bergfried der von einer Mantelmauer umgeben ist bildet den Kern der Feste. An diese innere Mauer schließen sich die meisten Wohn- und Wirtschaftsgebäude an. Nach einem großzügig angelegten Innenhof wird die Feste von einer Ringmauer begrenzt die an den Flanken und am Torhaus mit Rundtürmen verstärkt ist. Zur Uferseite hin gibt es eine gemauerte Anlegestelle mit eigenem Torhaus. Um die Burg zieht sich ein Burggraben der vom Nauca gespeist wird.

Etwas abseits von Viru liegt der Herrschaftssitz der Familie, Schloss Virunum. Schon in Imperialer Zeit diente die Anlage als Verwaltungssitz der näheren Umgebung was sich weder unter den Protektoren von Ostarium oder der Familie Dorelis änderte. Die Grundlagen des heutigen Schlosses liegen in einer imperialen Villa Urbana, die zwar mehrfach umgebaut wurde aber immer noch der Sitz der virunumschen Verwaltung ist. Im laufe der Zeit wurde diese Gebäude dann um Wehr- und Wohnbauten erweitert, mit einer Mauer umgeben und diente so in der Zeit der whenuanischen Unabhängigkeit als Trutzburg. Seit das Haus Dorelis über Virunum herrscht wurde Schloss Virunum mehr und mehr von einer Festungsanlage zur Residenz um und ausgebaut. Heute beherbergt das Schloss nicht nur die Familie Dorelis und ein Regierungsgebäude der Baronie sondern auch angeschlossene Wirtschaftsbauten, Baracken für die Cohors praetoria de Virunum und Kammern für die magischen Interessen der Dorelis.

Die Zwerge von Kat´hra unterhalten in der Baronie Virunum einen Handelsposten der jedoch nicht ganzjährig besetzt ist. Lediglich zweimal im Jahr, vor dem ersten Schnee und nach dem ersten Tau, besuchen Karawanen aus dem Gebirgsmassiv den Posten am Nauca. Zwei große Lagerhallen sowie Wohngebäude bilden den Kern des Handelsposten dessen Gebäude zur Hälfte unterirdisch angelegt sind und von einer dicken Mauer umgeben sind. Ohne zu wissen um was es sich handelt liese sich der Handelsposten auch leicht für eine kleine Festung halten. Die Zwerge tauschen hier vor allem Werkzeuge und Metalle, deren Güte jedem menschlicher Handwerksware überlegen ist, gegen Dinge die in Kat´hra nur schwer herzustellen sind, vor allem getrocknete Früchte, Stoffe und Hölzer.

Sprache

Durch die nähe zur Hauptstadt spricht man in Virunum eine sehr akzentfreie Gemeinsprache, dies macht es leichter sich mit den Reisenden und Fernhändler zu Verständigen. Weiters gibt es in der Baronie in fast jeder Stadt zumindest einen Bürger der die Amtssprache des Imperiums und der Gelehrten spricht. In Viru und Maracess finden sich auch Personen die exotischere Sprachen wie Elfisch, Zwergisch oder sogar eine der elementaren Sprachen mächtig sind.

Kapitel 10 – Persönlichkeiten

Tereban del Dorelis

Magister der Lex Arcana, Kriegsnekromant, Baron von Virunum, Patriarch des Hauses Dorelis der Herr von Virunum hat viele Namen und Titel für die meisten Bewohner der Baronie ist er jedoch einfach nur der Baron. Nach einhundertfünfzig Jahren umgibt den Baron in seinem Herrschaftsgebiet ein eigener Mythos. Es gibt keinen einzigen Menschen in Virunum der nicht unter der Herrschaft Terebans geboren wurde. Obwohl dies für viele Außenstehende beunruhigend wirkt ist es für die Einwohner Virunums etwas normales unter der Herrschaft eines scheinbar Unsterblichen zu Leben. Die meisten Einwohner der Baronie kann sich ein Leben unter der Herrschaft eines anderen schlicht nicht vorstellen da sogar schon ihre Großeltern unter dem Baron geboren wurden.

Vitus del Dorelis

Vitus del Dorelis ist dem Volk vor allem in seiner Rolle als Offizier bekannt. Wenn er sich in die Stadt begibt, dann meistens begleitet von einigen seiner Männer. Er ist distanziert, aber höflich. Eine wohlhabende Händler und andere wichtige Personen der Baronie merken mitunter, dass ihm die übliche Contenance der Hochadeligen des Hauses fehlt. Am wohlsten fühlt er sich eindeutig bei Gesprächen, die sich um das Militär oder die Versorgung der Hausgarde drehen; hier kann er selbst Nicht-Adeligen gegenüber mitunter beinahe herzlich werden. Soldaten, Wachen, Jägern, Reitknechten und Feldscheren gegenüber ist Vitus am freundlichsten. Fremde Magier behandelt er mit einer Schroffheit, die an Unhöflichkeit grenzt.

Ral Blutfang

Ral ist eine Besonderheit in Virunum. Der Leibwächter und Hausdiener des Barons ist nämlich kein Mitglied der virunumschen Truppen. Vielmehr ist er ein einfach Söldner der eines Tages auf Schloss Virunum auftauchte und nach einem persönlichen Gespräch mit dem Baron in seine Dienste aufgenommen wurde. Bei der einfachen Bevölkerung außerhalb von Viru ist Ral kaum bekannt in der Hauptstadt jedoch ist er in vielen Teehäusern und Spelunken ein gern gesehener lebensfreundlicher Gast.

Nymelia

Ein fuchsartiges Wesen, das Baron Tereban del Dorelis vor 8 Jahren aus dem Imperium mitgebracht hat. Ihr Erscheinungsbild gilt als exotisch, da sie sowohl zwei menschliche Ohren als auch zwei Fuchsohren hat, einen Schweif und Reißzähne. Je nach Jahreszeit variiert ihre Fellfarbe von schneeweiß bis blaugrau oder gar schwarz. Sie ist höflich, wissbegierig und hilfsbereit. Ihre tierische Natur zeigt sich in Kleinigkeiten, wie dem Knurren bei einer Bedrohung oder dass sie lieber zusammengerollt am Boden liegt als auf einem Stuhl sitzt. Ihr Beschützerinstinkt gegenüber dem Baron ist sehr stark ausgeprägt. Umso verwunderlicher ist es, dass sie nicht eine Leibwächterin des Barons ist und er sie stattdessen als Konkubine ausbilden hat lassen.

Caecillia del Dorelis

Caecillia wirkt auf das Volk engagiert aber distanziert. Auch wenn sie die letzten Jahre aufgrund Ihrer Studien wenig in der Baronie zu sehen war, nimmt Sie Ihre neuen Aufgaben sowie die große Menge der Flüchtlinge überaus ernst. Dementsprechend macht Sie sich, soweit möglich, regelmäßig ein aktuelles Bild der Situationen vor Ort. Vor Ort wiederum versucht Sie akute Probleme sofort zu beheben, würde notfalls auch selbst, im wahren Sinne des Wortes, anpacken, delegiert jedoch soweit wie möglich. Im Vergleich zu anderen Mitgliedern und Angestellten des Hauses ist sie allerdings vermutlich eher selten außerhalb Ihres Arbeitszimmers zu sehen.


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