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Das Heirats- und Erbrecht in Whenua

Das Erbrecht ist in jeder Feudalstruktur eine komplizierte und unübersichtliche Sache. Verträge können Bestimmungen umgehen, Enterbte finden sich mit der Situation nicht ab oder Kinder sind der Meinung, sie müssten anstelle vorgereihter Kinder oder Verwandter die Rolle des Hausherren/der Hausfrau übernehmen. All dies führt zu Konflikten, die man als Herrscher am liebsten vermeiden möchte. So auch in Whenua. Die Protectoren legen peinlichstes Augenmerk darauf, daß der innere Frieden erhalten bleibt. Sie scheuen also nicht davor zurück, die Gesetze so auszulegen, wie es für alle (oder für sie ;) ) am besten ist. Das eindringlichste Beispiel hierfür ist die Erhebung der Familie Baratti in den Hochadelsstand, damit die Heirat des Protectors von Redis stattfinden kann.


Gleichberechtigtes Erbrecht des Adels in Whenua

Auf Nobilitas II 216 a.P. wurde auf Antrag der Protecta Lyanna del Nollo das Erbrecht insofern geändert, daß männliche und weibliche Erben gleichberechtigt sind. Von nun an erbt das erstgeborene Kind, unabhängig von Geschlecht.

Bisher heiratete die Frau in das Adelshaus des Mannes ein, und nahm dessen Namen an. Aufgrund der Gleichstellung wird vor der Hochzeit festgelegt, wer in das jeweilige andere Haus einheiratet und den Namen des Partners übernimmt. Die Machtverhältnisse bleiben bei der Person des gewählten Adelshauses und können aber auf Wunsch geteilt oder übergeben werden.


Verzicht auf das Erbe

Es besteht wie bisher die Möglichkeit auf sein Erbe zu Gunsten der Geschwister zu verzichten. Die verzichtende Person wird dann nur in seiner Generation in der Erbfolge an letzte Stelle gereiht. Wird das Erbe dennoch schlagend (weil alle vorgereihten sterben oder unabkömmlich sind) und das Erbe potentiell auf jemanden aus der Nebenlinie übergehen würde, muss der Verzicht des Kindes aus direkter Linie nochmals bestätigt werden.

Möchte ein Elternteil ein erbfähiges Kind enterben muss dieses aus dem Adelshaus verstoßen werden. Es verliert hierbei alle Rechte, die es als Mitglied des Hauses besessen hat. Es muss einen anderen Namen annehmen.

Wenn ein Hoher Adel auf den Titel verzichtet (weil er beispielsweise Niederen Adel einheiratet) gilt der Verzicht ebenfalls für bereits vorhandene und zukünftige Kinder.


Das Heiratsrecht

Im Folgenden wird die Formulierung Person A heiratet Person B so verstanden, dass Person A sowohl den Namen als auch den Stand von Person B übernimmt.

Jede Verlobung mit dem Hochadel, Adoption und Enterbung muß bewilligt werden. Verlobungen innerhalb eines Quarters müssen von dem jeweiligen Protector und quarterübergreifende Verlobungen müssen von beiden Protectoren und zusätzlich vom Lord Protector abgesegnet werden.

Einleitung

Handelt es sich bei Person B um beliebigen Adel hat diese drei Möglichkeiten die Machtverhältnisse zu bestimmen:

  • Person B beschließt weiterhin alleiniges Familienoberhaupt zu sein
  • Die Führung wird mit dem Ehepartner geteilt
  • Die Führung wird auf den Ehepartner völlig übertragen

Person A erbt nicht mehr, wenn aus anderer Ehe von Person B bereits Kinder hervorgegangen sind.


Hoher Adel und Niederer Adel

Im Fall Hochadel/Niederadel ist es immer wichtig wer wen heiratet, und dadurch dessen Name und Stand annimmt. Wenn ein niederer einen hohen Adeligen heiratet steigt er auf, umgekehrt steigt der hohe Adelige ab, muss auf seine bisherigen Privilegien verzichten und sich an die Gesetze des niederen Adels halten (z.B. nach 4 Jahren Adelsstand erneuern lassen). Dies ist vorallem für Kinder von Hochadeligen interessant, welche sicher nicht erben werden bzw. für die Nebenlinien diverser Hochadeligen Häuser.

Niederer Adel heiratet Hohen Adel

  • Der Hohe Adel bestimmt die Machtverhältnisse
  • wenn ein verheirateter Erbberechtigter einen Baronstitel erbt, bestimmt der Erbende vor der Ernennung zum/zur Baron/in die Machtverhältnisse zu seinem Ehepartner, sofern sie nicht schon bei der Hochzeit festgelegt wurden.

Hoher Adel heiratet niederen Adel

  • Der Hohe Adel verzichtet auf das Erbe und nimmt den Namen des niederen Adels an.
  • Diese Hochzeit wird für potentiell erbberechtigten Hochadelskinder als verpönt angesehen und sollte unter allen Umständen vermieden werden.

Niederer Adel und Niederer Adel

  • Es wird vertraglich festgelegt wer in wessen Adelshaus einheiratet, dessen Name wird angenommen

Wichtig ist hierbei, bei Heirat festzulegen, wie die Erbfolge auszusehen hat.


Hoher Adel heiratet Hohen Adel

  • eine der beiden Parteien muss auf sein Erbe verzichten
  • die Partei, die nicht verzichtet bestimmt die Machtverhältnisse

Heirat mit Decus/Doxa

Ausgezeichnete (Decus/Doxa) können hohe Adelige heiraten. Während dies nicht zwangsläufig dem Ruf des Adelshauses schadet, zählt eine Heirat zwischen Bürgerlichen und dem Hochadel als Faux Pax. Heiratet ein hoher Adel einen Ausgezeichneten, ist es damit gleichzusetzen jemanden aus dem bürgerlichen Volk zu heiraten, weil der Titel Decus/Doxa nicht übertragen wird und damit der Ehepartner ohne Titel verbleibt. Wenn der Hochadel einen einen Ausgezeichneten heiratet, zählt das als unter Stand geheiratet und der Hohe Adel verliert dadurch jedliche Ansprüche.


Heirat eines Bürgerlichen

Heiratet Hoher Adel einen Bürgerlichen, verliert er, unabhängig von den Abmachungen mit sofortiger Wirkung alle Rechte des Adels.

Heiratet ein Niederer Adel einen Bürgerlichen, verliert er die Rechte nicht, sofern der Bürgerliche in die Adelsfamilie einheiratet und dessen Namen annimmt. Hier wird jedoch der Protector einen besonderen Blick auf den/die Kandidaten/in haben.


Die Erbfolge

Die Erbfolge ist relativ klar geregelt, um Streitigkeiten zu verhindern. Natürlich können Streitigkeiten nie ganz ausgeschlossen werden, sind aber schlecht für den innern Frieden und werden daher möglichst diskret von den Protectoren unterbunden.

Hauptlinie

  • Erstgeborene
  • dessen Nachkommen
  • Zweitgeborene
  • dessen Nachkommen etc.
  • Kinder, die den Namen eines anderen Hochadels durch Heirat angenommen haben
  • deren Nachkommen
  • Kinder die freiwillig auf das Erbe verzichtet haben
  • deren Nachkommen

Sollte keine der oben genannten Optionen schlagend werden, wird der Erbanspruch an die Nebenlinie weitergegeben

  • Nächstgeborener Geschwisterteil des verstorbenen Hochadels
  • dessen Nachkommen etc.

Von der Erbfolge generell ausgenommen sind folgende Personen:

  • Unter eigenem Stand verheiratete Personen
  • Bastarde
  • Enterbte/Verstoßene (muss man sowas erwähnen?!)
  • Personen die durch Heirat in ein anderes Adelshaus Baron/in wurden und bei der Heirat auf das Erbe verzichtet haben.

Beispiele

Beispiele Erbe:

Von oben nach unten müssen jeweils alle vorangegangenen Erbberechtigungen nicht möglich sein. Nur dann darf der nächste Schritt nach unten in der Liste gesetzt werden.

Erbantritt nach Tod des Familienoberhauptes

  • Der Vererbende teilte die Führung mit dem Ehepartner
    • Ehepartner erbt
  • Der verebende war alleiniges Oberhaupt und es sind keine Nachkommen oder erbberechtigter Ehepartner vorhanden
    • Kinder oder Enkel erben
    • Personen die noch den Familiennamen tragen werden denen, die in ein anderes Adelshaus eingeheiratet haben, vorgereiht
    • nächster Geschwisterteil oder deren Kinder erben
      • nächster Verwandter erbt
  • Das Erbe fällt auf eine Person, die in ein anderes Adelshaus eingeheiratet hat und es handelt sich um eine/n Freiherr/in
    • Freiherr/in erbt
    • mit der Zustimmung des Ehepartners können beide zu dem anderen Adelshaus wechseln, der Erbende bestimmt die Machtverhältnisse.

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