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Lex Arcana, die Gilde der Magier

Das was heutzutage als Lex Arcana bekannt ist nahm seinen Anfang in der frühen Zeit der whenuanischen Besiedlung durch das Imperium. In dieser Zeit war es üblich das Kontingente des Imperialen Heeres von Magier der fünf Kräfte, einem quasi religiösen Zusammenschluss von Elementaranbetern, begleitet wurden. So zogen mit den imperialen Soldaten auch viele Zauberkundige in die Gebiete des heutigen Whenuas. Als im laufe der Jahrhunderte der Kontakt zum Imperium immer spärlicher wurde und die in Whenua gebliebenen Magier mit Schrecken feststellen mussten das in ihrer neuen Heimat kein Kind mit der Gabe der Magie geboren wurde mussten sie sich neu organisieren. Im Jahre 23. der Herrschaft Augustinus, dem whenuanischen Jahr 34 ante Protectonis natum, fand sich ein Großteil der whenuanischen Magierschaft in Ostarium ein um zu beraten wie man verfahren sollte. Dieses Konklave dauerte fast ein halbes Jahr an und mehr als nur einmal konnte nur das eingreifen des Imperialen Statthalters Kämpfe zwischen den verschiedenen Gruppen an Magiern verhindern. Doch als zum Schluss alles gesagt war und jedwede noch so unwahrscheinliche Lösung besprochen wurde traten die ehemaligen Magier der fünf Kräfte an die Öffentlichkeit und verkündeten die Gründung einer eigenen Magiergilde für die Provinz Whenua. Die Lex Arcana war gegründet.

Zu Beginn zählte die Lex Arcana kaum mehr als drei dutzend Magier und deren Schüler. Die Zahl der Magiekundigen war im laufe der Jahre durch die fehlenden Geburten magischer Kinder stark zurückgegangen. So war einer der ersten Beschlüsse der neu geschaffenen Gilde das fortan alle nötigen Anstrengungen unternommen werden sollten um frisches magisches Talent nach Whenua zu bringen. Zusätzlich entwickelte sich schon in den ersten Jahren das Versicherungssystem der Lex Arcana. Zwar waren die meisten Magier der Provinz die chaotischen Nebeneffekte des Landes bereits gewohnt aber auch dem erfahrensten Magus entglitt einmal ein Zauber. Für die entstandenen Schäden kam die Lex Arcana auf und lies sich dieses Dienste mit einem jährlichen Obulus entgelten.

In den ersten Jahrzehnten ihrer Existenz war die Struktur der Lex Arcana sehr lasch organisiert. Akademisches Wissen und magische Macht zählten mehr als politisches Interesse und Probleme wurden meist auf lokaler Ebene gelöst. Alle fünf Jahre trafen sich die Magier der Lex Arcana um die Richtung der Forschung und Ausbildung zu besprechen und generell den Zustand der magische Gemeinschaft. Dies änderte sich erst mit der Lossagung Whenuas von seinem Mutterland, dem Imperium. Auf verlangen des selbst ernannten Lordprotectors wurde die Lex Arcana straffer organisiert und in den Dienst des neuen Reiches Whenua gestellt um als offizielle Gilde der Magier dem Staat zu dienen. Für diese Zwecke wurde neben der damaligen ostarischen Universität eigens für die Lex Arcana ausgelegte Gebäude geschaffen, die magische Fakultät. Hier bildeten sich auch die drei Zweige der Magie heraus in die die Lex Arcana noch heute eingeteilt wird, Intermittoren, Interspectoren und Interscriptoren.

Diese in den frühen Jahren getroffene Organisation und Einteilungen sollte sich erst mit den Katastrophen von 215 anno Protectonis ändern.

Struktur der Lex Arcana

Nach den Geschehnissen um den Verlust der Hauptstadt sah sich die Lex Arcana vor einem Abgrund stehen. Ostarium war verloren und fast drei Jahrhunderte der magischen Forschung und Lehre waren für die Magier Whenuas nunmehr unerreichbar. Dies alles geschah zusätzlich zu den Wirren um das Erscheinen der sphärischen Entität die sich selbst der „Allvater der Magie“ nannte. All dieses Ereignisse raubten der Lex Arcana nicht nur dringend benötigte Ressourcen sondern auch einen Teil ihrer Identität. Nun wo das magische Gefüge Whenuas wieder so stabil war wie in jedem anderen Teil der Welt viel eine große Einkommensquelle der Lex Arcana weg und die einstmals so große Gilde der whenuanischen Magierzunft schien zu verfallen.

Entschlossen dies nicht zuzulassen sprach eine Gruppe von Magiern, unter ihnen die vier Hofmagier der whenuanischen Quarter, beim Lordprotector vor um ihm ihr Leiden zu klagen. Angesichts der Wichtigkeit eines funktionierenden regulierend Staatsorgan das sich um die Magie kümmert willigte der Lordprotector ein Mittel zum Wiederaufbau der Lex Arcana zur Verfügung zu stellen. So begann die Neustrukturierung der whenuanischen Magiergilde.

Der Senat

An der Spitze der neuen Lex Arcana sollte ein Rat an Magiern stehen die sich um die täglichen Geschäfte der whenuanischen Magie kümmern sollten. Diese Senatoren setzen sich aus den vier Prima Magister der Quarter zusammen, womit jeder Protector de facto einen eigenen Abgesandten im Senat der Lex Arcana besitzt, sowie den Vorstehern der drei Kerngebiete der Lex Arcana. Diese sieben Magier, alle im Rang eines Magister Major, überwachen und regulieren die Lex Arcana und lenken die Ressourcen. Unter diesem Senat stehen die Vorsteher der verschiedenen Einrichtung der Lex Arcana in Whenua, also die Directoren der Lehreinrichtungen und die obersten Magier diverser anderer Einrichtungen wie Artefakthorten und den Leitern der wenigen Carcer der Lex Arcana. Ihre Anzahl variiert zwischen zehn und zwanzig Personen. Aufgabe dieser Magier ist es aus dem Senat einen der Senatoren zu bestimmen, den Magister Supremus. Dieser hat das Recht, im Fall einer Stimmgleichheit, eine Entscheidung zu erzwingen. Im Gegenzug werden die Vorsteher der Lex Arcana, ihr allgemeiner Titel ist Suasor, von den Senatoren bestimmt.

Die Classis

Unter dieser Ebene gliederte sich die Lex Arcana in drei Abteilungen, die jeweils für eine der Hauptaufgaben der Gilde zuständig sind, so wie sie sich in den letzten Jahrhunderten herauskristallisiert haben.

Die Classis Militum dient der Koordination mit dem whenuanischen Heer und umfasst beinahe sämtliche Intermittoren der Lex Arcana. Diese Abteilung vergibt Magier an das whenuanischen Heer und kümmert sich um die Tauglichkeitsuntersuchungen für den Frontdienst der Magier, weiters fallen sämtliche administrativen Aufgaben bezüglich des Heeresdienstes in ihren Aufgabenbereich.

Weiters existiert die Classis Cultura. Bei weitem die größte Abteilung innerhalb der Lex Arcana fällt sämtliche Forschung und die Ausbildung junger Magier in ihr Aufgabengebiet.

Zum Schluss gibt es die Classis Cautio. Am ehesten lässt es sich mit einem magischen Geheimdienst vergleichen. Viele Interspectoren aber auch einige Intermittoren gehören dieser Classis an. Ihre Aufgabe ist es Gefahren für die magische Gemeinschaft aber auch das Reich so früh wie möglich zu entdecken und unbemerkt auszuschalten oder, wenn dies nicht möglich ist, die Classis Militum herbeizurufen.

Spezialisierungen

Innerhalb der Lex Arcana gibt es für ihre Mitglieder drei Möglichkeiten ihren Dienst an Gilde und Reich zu absolvieren, entweder als Intermittor, Interspector oder Interscriptor. Jede dieser drei Spezialisierungen besitzt ihr eigenes Curriculum und eigene Ausbildungsstätten die über Whenua verteilt sind. Jeder angehende Magier der Lex Arcana muss, sobald er den Rang eines Adeptus Major erreicht hat, entscheiden welches magische Handwerk er erlernen möchte. Hierbei spielen seine schulischen Leistungen, die Meinung seiner Lehrer und seine natürliche Begabung jedoch eine weitaus größere Rolle als seine persönliche Präferenz.

Intermittor

Intermittoren sind jene Magier die von der Bevölkerung am häufigsten Wahrgenommen werden. Die Kampfmagier der Lex Arcana begleiten das whenuanische Heer auf Torpatrouillen oder ziehen mit ihnen in ferne Länder oder die Schlacht. Jedoch sind die Intermittoren innerhalb der Lex Arcana auch die vielfältigste Gruppe. Denn jeder von ihnen hat seine eigene Präferenz wie den Truppen im Kampf beizustehen ist. Einige spezialisieren sich darauf den Feind mit Feuer, Eis oder exotischeren Energien zu vernichten. Andere heilen Verletzungen und schützen die Truppen mit magischen Rüstungen. Wieder andere dringen in den Geist des Feindes ein und lassen ihn in heillose Panik verfallen oder beschwören Elementare um die Macht des Landes selbst über Feinde Whenuas zu bringen. Zuletzt gibt es unter den Intermittoren auch die verhasstesten Magier Whenuas, die Kriegsnekromanten. Sie zwingen die Körper der Toten, eigene Soldaten wie Fremde, dazu sich wieder zu erheben und für das whenuanische Reich in den Kampf zu ziehen.

Interspector

Hellseher, magische Folterknechte, Propheten, Analysemagier all diese und mehr fallen innerhalb der Lex Arcana unter die Bezeichnung Interspectoren. Es sind jene Magier die ihre Fähigkeiten dazu nutzen um Informationen zu beschaffen. Wie genau diese Informationen aussehen oder welche Mittel sie dabei nutzen ist von Magier zu Magier verschieden. Die Bevölkerung hat den meisten Kontakt mit den Interspectoren über die Stadtwachen. Dort helfen sie aus Verbrechen zu klären denen die Legionäre auf mundanen Wege nicht nachkommen könnten. Auch an den Höfen vieler Adliger findet man den einen oder anderen Lex Arcana der Interspectoren wo sie für ihre, teils paranoiden Herren, nach Giften oder magischen Fallen Ausschau halten und im besonderen darauf achten das niemanden in ihren Geist eindringt um sie zu beeinflussen.

Interscriptor

Die letzte der drei Gruppe sind die zahlenmäßig bei weitem größte, die Interscriptoren. Unter diesen Namen vereinigen sich Artefakthersteller jeder Ausrichtung, Ritualmagier, Alchemisten aber auch viele Personen die kaum oder keine magische Begabung besitzen aber innerhalb Lex Arcana als Forscher, Runenkundige oder anderweitig Experten arbeiten. Das Aufgabengebiet der Interscriptoren ist so vielfältig wie ihre Spezialisierungen. Ein Großteil von ihnen dient entweder an einer der Akademien der Lex Arcana als Lehrer oder arbeitet in der magischen Forschung der Gilde.

Es ist für jedes Mitglied der Lex Arcana verpflichtend sich einem der drei Zweige zu verschreiben. Ohne eine Wahl ist es einem Lex Arcana nicht möglich einen Rang höher als den des Adeptus Minor zu bekleiden. Auch sind Magier von den meisten höheren würden innerhalb der Gilde ausgeschlossen wenn sie nicht zumindest den Rang des Magister Minor inne haben, was nur noch einer Ausbildung in einer der Spezialisierungen möglich ist.

Rangordnung

Adeptus/Adepta Minor

Beim Eintritt in die Lex Arcana erhält jedes Mitglied zuerst den Rang des Adeptus Minor. Dies zeigt das der junge Magier noch keine Ausbildung seitens der Lex Arcana erhalten hat und gerade erst am Beginn seiner Laufbahn in der whenuanischen Magiergilde steht. Die Adepten werden nach ihrem Eintritt in eine der vier Ausbildungsstätten gebracht um dort die entsprechenden Grundkenntnisse für das Dasein als Magier zu erlernen wie etwa Lesen und Schreiben als auch Algebra, Astronomie und Philosophie. Dies geschieht meist, sollten nicht außerordentliche Umstände etwas anderes verlangen, im Quarter in dem der junge Magier lebt oder, seit neuestem, geboren wurde. Spätberufene die schon einen Ausbildung als Magier erhalten haben und danach der Lex Arcana beitreten können nach einer Evaluierung ihrer Fähigkeiten diesen Rang überspringen.

Adeptus/Adepta Major

Nach etwa fünf Jahren Grundausbildung werden die jungen Adepten auf ihr theoretisches Wissen geprüft und es wird festgestellt ob sie für die höheren Wissenschaften und das erlernen der Hermetik bereit sind. Sollten die Adepten diese Prüfung bestehen wird ihnen der Rang einer Adepta Major verliehen und sie erhält die Erlaubnis ohne Aufsicht ihre magischen Kräfte einzusetzen. Von diesem Zeitpunkt an ist die junge Magierin ein vollwertiges Mitglied der Lex Arcana und ist auf Versammlungen und Konzilen stimmberechtigt. Ab diesem Moment muss die Adepta auch entscheiden welchem der drei Zweige der Lex Arcana sie angehören möchte denn von nun an beginnt ihre spezialisierte Ausbildung als Magiern. Natürlich wird jedem jungen Gelehrten eine allgemeine Ausbildung und ein Grundwissen in den verschiedenen Zweigen der Magie beigebracht doch legen die Ausbildern der Lex Arcana schon früh hohen Wert auf die Förderung des gewählten Spezialgebietes.

Magister/Magistra

Frühestens drei Jahre nach erlangen des Adeptus Major Titels kann ein Mitglied der Lex Arcana zur Prüfung antreten um in den Rang eines Magisters erhoben zu werden. Hierfür muss der Adept nicht nur hervorragende theoretische Kenntnisse aufzeigen sondern vor einem Gremium vorzaubern um so zu zeigen das er die Grundlagen seiner gewählten Spezialisierung beherrscht. Deswegen variiert die jeweilige Prüfung auch von Prüfling zu Prüfling ein wenig, durchgeführt wird sie allerdings immer von drei Magister Major wovon mindestens einer dem entsprechenden Zweig der Lex Arcana angehören muss für den der Adept sich entschieden hat. Von diesem Moment an stehen dem Magier sämtliche höheren Ämter innerhalb der Gilde offen, es ist jedoch sehr selten das ein Magister Minor Posten wie einen Lehrstuhl oder gar den Vorstand über eine der verschiedenen Lex Arcana Einrichtungen erhält. Meistens haben sich jene Personen meistens schon so verdient gemacht das ihnen zusammen mit diesem Amt der Titel Magister Major verliehen wird.

Magister/Magistra Major

Den höchsten Titel innerhalb der Lex Arcana stellt jener der Magistra Major dar. Um diesen Titel verliehen zu bekommen muss man nicht nur ein sehr tiefes Verständnis seiner gewählten Spezialisierung zeigen sondern auch etwas für die Lex Arcana oder die whenuanische Magierzunft im allgemeine herausragendes Geleistet haben. Die Ernennung zur Magistra Major kann viele Gründe haben. Die Magierin kann im aktiven Dienst ihre herausragenden Fähigkeiten unter Beweis gestellt, ein wahrhaft meisterliches Artefakt erschaffen oder vielleicht sogar einen neuen Zauberspruch kreiert haben. Gemein ist jedoch allen Magister Majoren das sie die Verkörperung des Geistes der Lex Arcana darstellen und jeder für sich ein formidabler Magier ist.

Die Lex Arcana und das Heer

Die gegenseitige Unterstützung der Lex Arcana und des Heeres geht bis auf die Zeit vor der Gründung Whenuas zurück. Schon immer war die Magie ein wichtiges Werkzeug im Krieg für die Menschen im Imperium und sie verhält es sich auch mit den Streitkräften Whenuas.

Eine ganze Abteilung der Lex Arcana, die Classis Militum, übersieht den Dienst der whenuanischen Magier im Heer. Ihr steht der Magister Militum Arcanensis, nominelles Oberhaupt aller Magier die im whenuanischen Heer dienen, egal ob diese nun Intermittoren oder Interspectoren sind oder in welchem Quarter sie dienen.

Der Eintritt in das whenuanische Herr steht Magierin der Lex Arcana prinzipiell offen sobald sie den Rang eines Adeptus Major erreicht haben und sich für eine Ausbildung zum Intermittor oder Interspector entschieden haben. Jedoch wird jeder Kandidat von einer Kommission bestehend aus Mitglieder des whenuanischen Heeres, der Eisengrauen Gilde und der Lex Arcana streng geprüft ob er oder sie für den Militärdienst geeignet ist, diese Prüfung finden einmal pro Quartal in Ostarium statt. Weiters müssen Mitglieder der Lex Arcana im Rang des Adeptus Major eine schriftliche Genehmigung der ostarischen Universität vorweisen die ihre Fähigkeiten als fortgeschritten genug für ihren Aufgabenbereich erachtet.

In der Struktur des Heeres selbst stellen die Lex Arcana einen Sonderfall zum normalen Legionär dar. Wie in der whenuanischen Magierzunft üblich werden sämtliche Magier in Cella eingegliedert die als Einheit jeweils einer bestimmten Legion, und damit einem Tribun, zugeteilt werden. Auch ist nur dieser ihnen gegenüber Weisungsbefugt. Der Oberste Lex Arcana Magier wird hierbei in den Rang eines Centurio erhoben, die restlichen Magier seiner Cella sind nominell Decurios. Dies bedeutet jedoch nur das die Magier das Recht und die Pflicht haben bei Stabsbesprechungen zugegen zu sein und im Bereich ihrer Expertise die Möglichkeit erhalten Befehle zu erteilen. Ihnen wird jedoch niemals das direkte Kommando über eine Decurie zuteil, hierfür hat das Heer seine eigenen Offiziere. Auch werden die Magier nicht vom whenuanischen Heer bezahlt sondern beziehen weiterhin ihr Einkommen von der Lex Arcana. Sehr zum Unmut der meisten Soldaten da ihr Sold kaum bis gar nicht mit dem Einkommen eines Magiers mithalten kann und diese auch meist von den unangenehmeren Aufgaben des Soldatenlebens befreit sind.

Eine Ausnahme stellen jedoch die Garden in den einzelnen Quartern dar. Sie beziehen aufgrund ihrer spezialisierten Aufgaben und ihrer geringeren Größe keine Gruppen von Magiern. Um als Lex Arcana Magier in einer Quartergarde dienen zu dürfen bedarf es andere Voraussetzungen als die des Heeres. Zwar durchlaufen auch jene die einer Garde beitreten wollen den normalen Prüfungsprozess der Lex Arcana, allerdings müssen sie sich danach freiwillig für den Dienst in der Garde melden. Daraufhin wird ein Ansuchen an den Tribun der jeweiligen Garde gesandt indem um eine Aufnahme für den Lex Arcana gebeten wird. Sollte der Tribun, oder das entsprechende Organ der Quartergarde, diesem zustimmen wird dem Magier die selbe Grundausbildung zuteil wie jedem anderen Mitglied einer Garde. Auch unterliegt er für die Dauer seines Dienstes nicht mehr der Gerichtsbarkeit der Lex Arcana sondern ist lediglich dem Protector seines Quarters und seinen Vorgesetzten Verpflichtet.

Institutionen

Innerhalb Whenuas gibt es die verschiedensten Institutionen der Lex Arcana. Die meisten von ihnen beschäftigen sich mit der Lehre und Ausbildung von Magiern aber unter ihnen sind auch hoch Spezialisierte. Ihnen allen ist gemein das sie innerhalb der Gilde eine wichtige Position aufnehmen. Nicht nur sind sie Heim und Heimat der meisten Magier auch sind ihre Vorsteher die Directoren, wichtige Entscheidungsträger innerhalb der Lex Arcana.

In jedem der vier Quarter Whenuas gibt es eine größere Stätte die sich ganz der Ausbildung der jüngsten Magier widmet. Sie befinden sich in den Hauptstädten der Quarter; Venvicium, Gradum, Maritium und Ostarium. Für die höhere Bildung der Magier, also die Ausbildung in ihrer Spezialisierung, gibt es eine große Fakultät in Restostarium die sich um die Ausbildung zum Magister Minor kümmert. Weiters befinden sich in Whenua viele spezialisierte Ausbildungsstätten die sich ganz einer bestimmten Form der Magie verschrieben haben.

In Redis wären dies die Akademie für angewandte nautische Hermetik, die sich hauptsächlich mit Zaubern und Ritualen beschäftigt die für Magier auf den Kriegsschiffen Whenuas von Bedeutung sind. Magisches Transpositions Institut für animierte und nicht animierte Objekte. Der Zirkel für hohe und niedere Thaumaturgie, die besten Artefakthersteller der Lex Arcana und das Hauptgebäude des diplomatischen Dienstes für transsphärische Angelegenheiten, indem auch sämtliche sphärischen Forschungen betrieben werden.

Melvis kann mit dem Collegium Vitae Arcanensis aufwarten, den führenden Anwendern von Blutmagie in Whenua. Einer Schule für angewandte mundane und magische Heilung. Der Akademie Oecologia die hauptsächlich Wettermanipulation und jene Zauber lehren die Pflanzen beeinflussen und der Gilde der Ritualisten, den erfahrensten und kompetentesten Ritualmagiern.

Die Schulen in Linsar beschäftigen sich zum Großteil mit Kampfmagie in all ihren Formen, es gibt Zirkel für die purste Kampfmagie, spezialisierte Kriegsmagie, Schulen die Schutz und Verstärkungszauber lehren und in der nähe von Port Linsar ein Collegium das sich der Beschwörung von Elementaren und Naturgeistern verschrieben hat.

In Restostarium befindet sich die einzige Whenuanische Schule für Nekromantie an der die wenigen Kriegsnekromanten des Reiches ausgebildet werden. Weiters das Institut für die Magica Clarobservantia das sich auf Wissens und Informationsbeschaffung konzentriert sowie eine Schule für Prophezeiungen, Weissagungen und allgemeine Zukunftsvorhersagen. Weiters konzentriert sich ein Großteil der magischen Grundlagenforschung sowie der magietheoretischen Forschung rund um die ehemalige Hauptstadt.

Die meisten dieser Schulen, Gilden und Institute zählen selbst zu besten Zeiten nicht mehr als einem dutzend Lehrer und höchstens etwa fünfzig Schüler, die einzige Ausnahme hiervon sind jene Schulen die sich um die Ausbildung zum Adeptus Major kümmern, diese sind natürlich weitaus besser besucht. Der weitaus größte Teil der Magier der Lex Arcana versieht ihre Arbeit in Einrichtungen die nicht der Lehre dienen. Seien dies nun reine Forschungseinrichtungen, Horte für gefährliche oder der Öffentlichkeit nicht zugänglich Dokumente und Artefakte oder eines der wenigen Gefängnisse der Lex Arcana in denen meist nur ein oder zwei Insassen ihr Leben verbringen.

Rechte, Pflichten und Befugnisse

Den Mitglieder der Lex Arcana, und der Gilde selbst, werden von den Protektoren einige Rechte und Befugnisse eingeräumt die normalen Bürgern Whenuas nicht zustehen, dafür sind die Magier des Reiches jedoch gewissen Pflichten .

Zu den wichtigsten Pflichten der Lex Arcana gehört der Schutz Whenuas vor magischen Bedrohungen und Gefahren. Seien dies nun Magier oder Wesen aus Whenua selbst oder Bedrohungen aus anderen Sphären, es ist Aufgabe der Lex Arcana sich diesen Gefahren zu stellen. Für die meisten Magier Whenuas bedeutet dies das sie unbekannte Phänomene und Magier die nicht der Lex Arcana angehören an die richtigen Stellen wenden. Doch für die Magier der Classis Militum und Classis Cautio ist dies ihr täglich Brot. Sie begleiten das Heer auf Torpatrouillen, bewachen Orte magischer Kraft und kümmern sich darum das die gefährlichsten Ausgeburten der Sphären an jenen Orten bleiben in die sie gehören.

Weiters kann der Lordprotector im Falle einer Krise sämtliche Magier der Lex Arcana für den Kriegsdienst heranziehen, ähnliche wie die Reserve des Heeres. Da sich die meisten Magier jedoch nicht für den Kampf an der Front eignen werden die meisten der eingezogenen Magier in Lazarettsälen oder als wandelnde Kraftspeicher eingesetzt.

Im Austausch für ihre Dienste wird der Lex Arcana bei der Wahl ihrer Forschungen und Aktivitäten von Seite des Lordprotectors fast völlig freie Hand gelassen. Es gibt zwar innerhalb der Lex Arcana spezialisierte Organe die sich um die extremsten Auswüchse kümmern und Dämonologie ist generell ein Tabu aber abgesehen davon sind den Lex Arcana Magier keine Grenzen gesetzt.

Es obliegt der Lex Arcana Verbrechen rein magischer Natur zu ahnden. Dies bedeutet das die Gilde innerhalb ihrer eigenen Ränge sowohl Judikative, Exekutive als auch Legislative ausführt. Sollte jedoch ein Magier gegen ein whenuanisches Gesetz verstößt wird er sehrwohl von den Magistraten abgestraft. Bei hochrangigen Magier oder Vorfällen die den Ruf der Gilde zu stark schaden könnten wird jedoch oft der Delinquent von der Lex Arcana freigekauft und innerhalb ihrer Gesetze bestraft. Die Magistrate sind zwar nicht verpflichtet auf das Angebot der Gilde einzugehen. Tun dies jedoch meistens da die Lex Arcana durchaus über genügend Finanzmittel verfügt.

Dem einzelnen Magier kommen auch einige Privilegien zu Gute. Solange man Mitglied der Lex Arcana ist muss man innerhalb des whenuanischen Reiches keine Steuern an die Protektoren abführen. Stattdessen müssen jene Magier die der Gilde nicht aktiv dienen zehn Prozent ihres jährlichen Einkommens abgeben während aktive Mitglieder auch davon befreit sind.

Titel der Gilde

Innerhalb der Lex Arcana gibt es eine Vielzahl an Titel, Ämtern und Ehrenposten. Sie werden meist an verdiente Mitglieder der Gilde vergeben oder temporär für bestimmte Aufgaben oder Mission verliehen.

Der Titel des Magister Supremus wird an das oberste Mitglied des Senats verliehen. Dies geschieht durch eine Wahl der Suasoren. Seine Aufgaben sind recht simpel, im Grund ist es die einzige Pflicht des Magister Supremus bei einer Stimmgleichheit im Senat eine Entscheidung herbeizuzwingen.

Clarissimus Magister ist ein Titel der dem jeweils, nominell, höchsten Intermittor, Interspector und Interscriptor verliehen wird. Es kann also immer nur drei Clarissimus Magister gleichzeitig geben. Dieser Titel bringt recht wenig politische Pflichten und stellt mehr eine Ehrbezeugung seitens der Gilde dar. Jedoch haben diese Magister sehr wohl großen Einfluss auf die Lehreinrichtungen der Lex Arcana und worauf bei der Ausbildung junger Magier ihrer Spezialisierung besonders wert gelegt wird.

Den Directoren der Schulen und Instituten der Lex Arcana wird der Titel des Suasor verliehen. Die oberste Pflicht der Suasoren ist es den Magister Supremus aus den Reihen des Senats zu wählen damit dieser stets stimmfähig bleibt und nicht durch Enthaltungen Handlungsunfähig wird. Ansonsten bringt dieser Titel keine weiteren Pflichten mit sich außer dem Prestige den Vorstand über eine Einrichtung der Gilde zu haben.

Sollte eine Gruppe von Magier ohne Beistand des Heeres in einen Konflikt ziehen, meistens um ein jenseitiges Wesen zu bekämpfen bei dem gewöhnliche Klingen keinen Effekt haben, wird einer von ihnen zum Obersten gewählt. Dadurch hat für die Dauer der Mission Befehlsgewalt über seine Kameraden und ihm wird der Titel des Custos verliehen. Dies musste nicht unbedingt der älteste oder mächtigste der Magier sein, oft fällt diese Wahl auf jenen Magier der die besten Führungsqualitäten und die meiste Erfahrung mit dem vorliegenden Problem hat. Gewählt wird der Custos innerhalb der Gruppe auf demokratische weise.

Bei größeren Versammlungen, Konventen oder Symposien wird vom Suasor, in dessen Räumlichkeiten man sich trifft, ein Cornicularius bestimmt. Dieser hat die ehrenvolle Aufgabe der Gilde als Schriftführer zu dienen, weiters bestimmt er das einzuhaltende Protokoll und kann Rednern das Wort erteilen oder entziehen. Ganz allgemein sorgt der Amtsinhaber dafür das alle Regulierungen vorbehaltlos eingehalten werden und alles reibungslos vonstatten geht. Im Austausch für diese Position wird dem Cornicularius das Mitsprache und Stimmrecht entzogen.

Die Aufgabe der Censors ist es magische Schriften, Artefakte und sämtliche anderen arkanen Objekte zu begutachten und einzuschätzen ob sie der magischen und der mundanen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Dieser Rang wird zum größten Teil von Interscriptoren eingenommen es gibt jedoch auch einige Interspectoren die als Censor arbeiten jedoch kaum einen Intermittor. Abgesehen von einer Eignungsprüfung und eine äußerst peniblen magischen Untersuchung gibt es keine Vorbedienung um in den Rang eines Censors erhoben zu werden.

Zuletzt sind die Excubitoren zu nennen. In ihren Aufgabenbereich fällt die Bewachung der Carcer, jener Einrichtungen der Lex Arcana in denen magische Begabte Verbrecher festgehalten werden deren Tot nicht wünschenswert ist. Um ein Excubitor zu werden ist die Laufbahn als Intermittor fast verpflichtend. Jeder Excubitor wird auf Herz und Nieren vom Senat auf seine Tauglichkeit geprüft.

Fachjargon

Zum Abschluss noch eine kurze Liste an Fachausdrücken wie sie innerhalb der Lex Arcana verwendet werden und ihrer Bedeutung.

  • Ab origine – ursprünglich, von Anfang an
  • ad infinitum – ins Unbegrenzte
  • applicieren – anwenden
  • Cantus – Zauberspruch
  • Chymik – nicht magische Alchemie
  • Collega – Kollege bzw. Kollegin
  • ListenpunktCommunis Magica – magische Gemeinschaft
  • conjurieren – beschwören
  • Conventus – Konvent
  • Deliberatio – Verbot der Nutzung von Lehreinrichtungen
  • Disvocatio – Ausschluss von allen höheren Ämtern und Annulierung bestehender Titel
  • ergo – demnach, also, folglich
  • Examinatio – Analyse
  • Hermetik – Zauberei im allgemeinen
  • in essentio – im Kern
  • incantieren – aufsagen
  • Magica clarobservantia – Hellsichtmagie
  • Magica combattiva – Kampfmagie
  • Magica communicatia - Verständigungsmagie
  • Magica conjuratio – Beschwörungsmagie
  • Magica contraria – Antimagie
  • Magica controllaria – Beherrschungsmagie
  • Magica curativa – Heilmagie
  • Magica destructiva – Schadensmagie
  • Magica necromantia – Totenbeschwörung und Nekromantie im allgemeinen
  • Magica thaumaturgie – Artefaktzauberei, Hohe Magie
  • Magna Opera – Große Werke, Krone der Magie
  • Meditatio communalis – Meditation zur Rückgewinnung astraler Kräfte
  • Methodes sanguines – Blutmagie
  • monophil – Ein Artefakt das nur von einem speziellen Träger benutzt werden kann
  • Nodix – Kraftknoten
  • Obsektrator – Beschwörung auslösendes Artefakt
  • Okkupation – Beseeltheit oder Bessenheit
  • Taum – kleinste Einheit der astralen Energie
  • Thaumaturgie (hohe) – Herstellung von Artefakten

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hintergrund/lexarcana.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/20 13:29 von dokuwikiadmin