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Sunkora, Beschützerin der Freuden und des Lebens

Anmerkung: Sunkora hat sich im 6. Mond 216 a.P. in einer verzweifelten Tat selbst geopfert, um das Erstarken einer anderen Gottheit, Cryx zu verhindern und diese zu vernichten. Dabei ist Sunkora vergangen. Die Beschreibung, wie man sie hier findet, zeigt, wofür Sunkora vor dem Opfer gestanden hat. Priester haben nun keine Macht mehr und Artefakte der Sunkora haben Ihre Wirkung verloren.


Die Kirche der Sunkora steht für die Freuden des Lebens und das Leben selbst. Der Glaube stammt aus den Dunklen Landen, wo Sunkora als die Beschützerin des Lebens vom Grossteil der Bevölkerung angebetet wurde. Mittlerweile ist die Bedeutung des Kultes auch in seinem Ursprungsland stark zurückgegangen und man trifft nur noch vereinzelt auf Abbildungen und Anhänger der Gottheit.

Aspekte: Neben dem Aspekt des Lebens gilt Sunkora als Schutzgöttin jeglicher, lebendiger Freuden. So findet man ihr Zeichen in Bordellen, Badehäusern, Krankenhäusern oder ähnlichen Etablissements, in denen Lebewesen sich mit Freude der Pflege des Körpers und der Seele widmen.

Weltbild : Das Weltbild eines Sunkora-Gläubingen spiegelt alle möglichen Facetten zwischen ausgeglichen und altruistisch wieder.

Darstellungen der Göttin

Sunkora wird meist als wohlgenährte Frau mit üppigen Rundungen dargestellt, manchmal auch als Nymphe oder Baumgeist. In ganz seltenen Fällen gleicht ihr Abbild dem einer jungen, schwangeren Frau.

Der Glauben

Anhänger Sunkoras beten zu ihrer Göttin um ihr für empfangene Freuden oder für das Leben selbst zu danken. Dass unterschiedliche Wesen unterschiedliche Schöpfergottheiten anerkennen widerspricht diesem Glauben nicht, denn Sunkora steht für das Leben, seine Erhaltung und seine Freuden, nicht notwendigerweise für die Schöpfung. Unglücklich Verliebte bitten um Beistand, andere um Einsicht in Freuden, um Gesundheit, ein langes Leben, Fruchtbarkeit, erfüllende Sexualität oder ähnliche Segnungen. Auch um zwischenmenschliche Zwistigkeiten, sei es im kleinen oder im großen Rahmen, beizulegen wird die Göttin von Zeit zu Zeit angerufen.

Sunkora hat ein sehr freizügiges Wesen und so ist es nicht verwunderlich, dass das auch auf ihre Diener zutrifft. Die Göttin der Freuden unterscheidet nicht nach Rasse, Rang oder Geschlecht ihrer Anhänger. Wer Freude empfindet und in beiderseitigem Einvernehmen teilt und weitergibt, über den wird sie ihre segnende Hand halten, mögen seine Gelüste in den Augen anderer Sterblicher noch so abartig erscheinen. Zwang, Gewalt und Angst sind jedoch die erklärten Feinde dieser Freude bringenden Gottheit und in den Schriften ihrer Priesterinnen wird berichtet, dass schon so manches Freudenhaus, das sich nicht an die Gesetze der Liebe gehalten hat, über Nacht in sich zusammengefallen ist und die unbarmherzige Madame oder den geldgierigen Zuhälter unter sich begrub, ohne dass dabei auch nur eine der Freudendamen oder einer der Lustknaben verletzt worden wäre.

Die Kirche der Freuden

Ein Gebetshaus im eigentlichen Sinne kennen die Gläubigen und PriesterInnen der Sunkora nicht. Man sagt der Göttin nach, dass die freie Natur ihr die liebste Kultstätte ist und so werden Messen und Predigen unter großen Bäumen, auf herrlichen Blumenwiesen oder ähnlich pracht- und machtvollen Naturplätzen abgehalten. Die meisten PriesterInnen der Sunkora lassen es sich auch nicht nehmen, dort zu predigen wo ihre Göttin ihnen am nächsten scheint: in Freuden- und Badehäusern, bei kinderreichen Familien oder der Wohnstatt frisch Verliebter.

Die oberste Glaubensvertreterin, die Hohepriesterin Ivaana Sulk, bewohnt zusammen mit ihren PriesterInnen das einzige, größere Bauwerk von dem mit gutem Gewissen behauptet werden kann, dass es dem Kult gehört. Das Haus in Maritium (Whenua, Quarter Redis) ist neben der größten Gebetsstätte auch Anlaufstelle für junge Männer und Frauen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Wer Wissen über die menschlichen Freuden erlangen möchte, wer in körperlichen und geistigen Belangen verwirrt oder unsicher ist, wer nach Befriedigung und Erlösung sucht, wird niemals von den Pforten des Tempels zurückgewiesen werden.

Anhänger Sunkoras haben keine einheitliche Tracht, erkennen sich aber meist an einer Kelchdarstellung, die als Anhänger, Anstecknadel oder sonstiges Zierwerk zur Schau getragen wird. Als heiliges Symbol dient der Priesterschaft jegliches Instrument, das Leben verkörpert oder Freuden bringt. Von Herzanhängern und verzierten Kelchen oder Schalen, über phallische Objekte bis hin zu Seidenpeitschen und Steinskulpturen, all das hat man schon in den Händen der Priesterschaft die Macht der Göttin fokussieren gesehen.

Sunkora-Gläubige betätigen sich oft als Geburtshelfer, Heiler, Bader, Prostituierte, Konkubinen, Barden, Köche, Schriftgelehrte und Künstler, aber Vorschriften in dieser Hinsicht gibt es keine. Theoretisch könnte ein untoter Krieger genauso Sunkora-Anhänger werden wie eine whenuanische Diebin.

Die Hierarchie

Eine strenge Hierarchie, wie man sie von anderen Glaubensrichtungen kennt, ist der Kirche der Sunkora fremd. Oberste Vertreterin des Glaubens ist Hohepriesterin. Ihr wird nachgesagt, das Wesen der Gottheit und ihre Prinzipien am besten verstehen und weitergeben zu können. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man sogar, daß die letzte Hohepriesterin, Ivaana Sulk, selbst schon die Bettstadt der Göttin geteilt habe, aber dafür gibt es keine Beweise und die Behauptung gilt mancherorts als blasphemisch.

Direkt unter der Hohepriesterin verbreiten PriesterInnen sowie Nonnen und Mönche als gleichberechtigte Vertreter den Glauben. Der einzige Unterschied zwischen Nonnen/Mönchen und PriesterInnen ist hierbei, die Innigkeit des Dienstes. Wer bewiesen hat, dass er den Prinzipien Sunkoras treu ergeben ist, wird rasch vom Status des Gesegneten in den eines angesehenen Priesters aufsteigen und erhält den rituellen Ehrentitel Terrat, der für beide Geschlechter verwendet wird und auch in der Mehrzahl unverändert bleibt.

Die Weihe kann theoretisch von jeder Priesterin und jedem Priester vollzogen werden und wird meist in einem halb-öffentlichen, berauschenden Ereignis gefeiert. Üblicherweise bestätigt jedoch die Hohepriesterin die Weihe (so nicht sie oder eine ihrer Priesterinnen und Priester sie selbst durchgeführt hat) im Laufe der Dienstzeit des Priesters mit einem Kuss auf die Stirn.

Doch auch wer nicht anstrebt, dieses Amt und die damit verbundene Verpflichtung und Nähe zur Göttin einzugehen, kann sich Sunkoras Wohlwollens gewiss sein, wenn er in ihrem Sinne lebt.

Gläubige und Anhänger der Göttin, die keine Segnung oder priesterliche Weihe erhalten haben, nennen sich meist Jünglinge oder Jungfrauen Sunkoras (wobei vor allem letzterer Begriff äußerst missverständlich und meistens nicht zutreffend ist).

Nach dem Tod

Anhänger Sunkoras sind überzeugt davon, dass ihre Göttin sie nach dem Tod in der absoluten Glückseligkeit empfängt, die über das Vorstellungs- und Fassungsvermögen eines sterblichen Wesens hinausgeht. Es ist eine Glückseligkeit die absolut und so vollkommen ist, dass sie ihren Gegensatz nicht braucht, um auf ewig als Höhepunkt empfunden zu werden. Die, die es wünschen, erhalten von der gütigen Göttin jedoch statt dieser Erfüllung das Geschenk eines weiteren Lebens.

Hölle gibt es im Sunkora-Glauben keine. Wer sich den Prinzipien entgegengesetzt verhält, also mit Absicht Leid hervorruft und Zwang ausübt, fällt aus der Gnade der Göttin heraus und wird ihr nach dem Tod nicht nahe kommen, sondern einfach vergehen, so er nicht unter den Einflussbereich eines anderen Gottes fällt. Sunkora vergibt, auch wenn sie nie vergisst. So mögen reumütige Täter schon Jahre des Lebens geschenkt bekommen haben, um Sühne zu tun und doch noch den Weg zu ihr zu finden. Selbstentleibung, da sie unter anderem die Verzweiflung am Leben symbolisiert, führt nicht in die Glückseligkeit, aber bei der Göttin ist Liebe und Verständnis und so wird jeder derart unglücklichen Seele die Möglichkeit gegeben, doch im Leben noch Glück zu finden.

hintergrund/religion/sunkora.txt · Zuletzt geändert: 2016/08/08 11:01 von dokuwikiadmin